Berlin Journal

Magazin · Wirtschaft

Reportage

Arbeitgeberpräsident warnt vor Aufstieg der AfD

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

Teilen: X · E-Mail

Ingo Kramer AfD offene Grenzen
Ingo Kramer warnt vor der AfD und fordert offene Grenzen. (Screenshot: YouTube)

Wortwahl und Inhalte der AfD sind laut Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer „tödlich für unsere Volkswirtschaft“. Die Bürger sollten im Bekanntenkreis offensiv dagegenhalten. Denn Deutschland brauche Zuwanderer, EU und offene Grenzen.

Ingo Kramer AfD offene Grenzen
Ingo Kramer warnt vor der AfD und fordert offene Grenzen. (Screenshot: YouTube)

Am Montagabend warnte Deutschlands Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer in Berlin vor einem weiteren Erstarken der AfD. Dies würde Deutschland schaden würde. Denn das Land brauche ausländische Fachkräfte, eine stärkere EU und offene Grenzen.

„Beleidigende, gering schätzende Meinungen anderen Ländern gegenüber“ stünden den Erfolgsaussichten der deutschen Wirtschaft diametral entgegen, zitiert ihn die Welt. „Alles, was irgendwie fremd ist, läuft ja Gefahr, verbal vernichtend angegriffen zu werden.“

Doch bei der AfD sei nicht nur die Wortwahl gefährlich, sondern auch die Inhalte seien „tödlich für unsere Volkswirtschaft“, sagte der Präsident des Arbeitgeberverbands BDA. Deutschland brauche im Jahr 2030 ausländische Fachkräfte, Bildungsinvestitionen und offene Grenzen.

Zudem müsse die EU-Integration gefördert und nicht infrage gestellt werden. „Die EU – wenn sie nicht erfunden worden wäre, müssten wir sie eigentlich erfinden“, sagte Ingo Kramer. „Was ist das für eine geschichtsvergessene Gesellschaft geworden, die das vergessen hat.“

Der BDA-Chef rief die Bürger dazu auf, sich Populismus und Nationalismus im Alltag offensiv entgegenzustellen. „Jeder in seinem Bekanntenkreis muss dagegenhalten.“ Alle Bürger müssten hier Flagge zeigen.

Auch die jüngsten Äußerungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump bereiten Ingo Kramer Sorgen. Bei einer Abkehr von offenen Märkten könne kein europäisches Land seinen Wohlstand bewahren, warnte er. „Das wäre der Untergang.“

Donald Trump hatte die Migrationspolitik von Angela Merkel als einen „katastrophalen Fehler“ bezeichnet und gesagt, dass der EU-Austritt gut für Großbritannien sein wird. Er erwartet, dass weitere Staaten dem Vorbild Großbritanniens folgen werden. Zudem betrachtet Trump die Nato als „überholt“.

Comments

comments

Wirtschaft · BDA · Brexit · Donald Trump · EU · Großbritannien · Ingo Kramer · Migranten · Migration · Offene Grenzen

Weiterlesen

Alle Beiträge →

Newsletter

Berlin und die Wirtschaft in einem Brief

Die wichtigsten Geschichten aus Berlin, Deutschland und der Wirtschaftswelt — kompakt im Postfach.

Jederzeit abbestellbar. Kein Spam.