Reportage
Grüne stürzen in Wahlumfrage auf 8,5 Prozent
Die Grünen liegen in der aktuellen INSA-Wählerumfrage so schlecht wie seit fünf Jahren nicht mehr. Die Zahlen sprechen erneut für eine Große Koalition unter Angela Merkel.

In der Wählergunst kommen die Grünen derzeit nur auf 8,5 Prozent. Dies ist das Ergebnis einer am Dienstag veröffentlichten INSA-Wählerumfrage vom 13. bis zum 16. Januar. Für die Grünen ist dies Rückgang um 0,5 Prozentpunkte zur Vorwoche und so wenig wie zuletzt vor fünf Jahren.
- CDU/CSU 33,5 Prozent (+1,5 Punkte zur Vorwoche)
- SPD 21 Prozent (+0)
- AfD 13,5 Prozent (-1,5)
- Die Linke 11 Prozent (+0)
- Grüne 8,5 Prozent (-0,5)
- FDP 7,5 Prozent (+0,5)
- Sonstige 5 Prozent (0)
Wären am Sonntag Bundestagswahlen, so würde Angela Merkel wohl erneut Bundeskanzlerin einer großen Koalition werden. Denn wegen des hohen Stimmenanteils der AfD ist Rot-Rot-Grün weit von einer Mehrheit entfernt.
Ein möglicher Grund für den deutlichen Verlust der Grünen sind möglicherweise die kritischen Äußerungen von Parteichefin Simone Peter über den Polizeieinsatz in der Kölner Silvesternacht. Sie stellte die Frage nach der Verhältnis- und Rechtmäßigkeit, wenn Menschen allein wegen ihres Aussehens festgehalten würden.
Sie kritisierte auch den Gebrauch des Begriffes „Nafris“ für nordafrikanische Intensivtäter durch die Kölner Polizei auf Twitter. Später stellte sich zudem heraus, dass die meisten kontrollierten Männer gar keine Nordafrikaner waren.


