Reportage
Generalstabschef der US-Armee warnt potentielle Feinde
Während sich die USA auf den Kampf gegen den Terrorismus konzentrierten, haben andere Länder aufgeholt, sagt der Generalstabschef der US-Armee Mark Milley. Allerdings könne man noch immer alle Feinde auf dem Schlachtfeld besiegen.

Vor dem Hintergrund wachsender militärischer Spannungen zwischen den USA und ihren Konkurrenten, darunter Russland und China, hat der Generalstabschef der US-Armee Mark Milley den potentiellen Feinden eine Warnung gesendet. Auf dem Schlachtfeld würde sein Land jeden Gegner besiegen.
„Die strategische Entschlossenheit unseres Landes, der Vereinigten Staaten, wird auf eine Art und Weise herausgefordert und unsere Allianz getestet, wie wir es seit vielen, vielen Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben“, zitiert Military.com den Generalstabschef.
In Richtung jener Staaten, die den USA Schaden zufügen wollen, sagte Generalstabschef Mark Milley: „Wir werden Sie stoppen und wir werden Sie härter schlagen, als jemals zuvor geschlagen worden sind. Täuschen Sie sich nicht!“
Russland und China haben aufgeholt
Nach mehr als einem Jahrzehnt ausgedehnter Kampfeinsätze im Irak und in Afghanistan bemüht sich die US-Armee, ihre Einsatzbereitschaft wieder zu stärken. Nach dem Kalten Krieg hatten die Teilstreitkräfte ihre Truppenstärke deutlich reduziert und ihre Modernisierungsbudget im letzten Jahrzehnt gekürzt, so der General.
„Während wir uns auf den Anti-Terror-Kampf konzentrierten, haben andere Länder – Russland, Iran, China, Nordkorea – uns genau studiert. Sie haben unsere Doktrin studiert, unsere Taktiken, unsere Ausrüstung, unsere Organisation, unser Training, unser Führungsverhalten.“
„Und im Gegenzug haben sie ihre Doktrinen überarbeitet, und heute modernisieren sie ihr Militär im Eiltempo, um unsere Stärken zu umgehen. Sie hoffen, uns irgendwann in der Zukunft zu besiegen.“
Mark Milley: „Künftige Krieg werden sehr tödlich“
Zudem zitierte Mark Milley einen russischen Beamten, der öffentlich gesagt habe: „Russland kann heute einen konventionellen Krieg in Europa führen und gewinnen.“ Der Generalstabschef warnte, dass künftige Kriege mit einem fast gleichwertigen Gegner „sehr tödlich“ sein würden, „anders als alles, was unsere Armee seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt hat“.
Nach Ansicht des Generals müssen militärische Formationen heute klein und beweglich sein. „Wenn man auf dem Schlachtfeld der Zukunft länger als zwei oder drei Stunden am selben Ort verweilt, wird man tot sein.“ Trotz der Herausforderungen werde die US-Armee auf diesem gefährlichen Schlachtfeld überleben.
„Täuschen Sie sich nicht! Wir können jetzt und wir werden […] die Fähigkeit der schnellen Mobilmachung aufrechterhalten, und wir werden jeden Feind vernichten, überall und zu jeder Zeit.“


