Reportage
Politiker und Intellektuelle demonstrieren gegen Putin
Am Dienstag zogen rund 300 Politiker, Intellektuelle und syrische Flüchtlinge vor die russische Botschaft in Berlin. Wolfgang Thierse hielt ein Plakat in die Kameras mit der Botschaft: „Bomben auf Zivilisten – Putins Schande“.

In den vergangenen Woche hatte der Chef der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, das deutsche Volk kritisiert, weil es nicht in Berlin vor russische Botschaft zieht und gegen Russlands Präsidenten Wladimir Putin protestiert. Er finde es einfach „nicht in Ordnung“, dass die Deutschen die russische Syrien-Politik hinnehmen.
Da die Deutschen diesem Aufruf von Volker Kauder noch immer nicht folgen wollen, schritten nun einige Politiker selbst zur Tat und gingen in Berlin gegen das russische Eingreifen in Syrien auf die Straße. Dabei holten sie sich Unterstützung von sogenannten Intellektuellen und Syrien-Flüchtlingen.
Politiker und Intellektuelle demonstrieren gegen Putin
Rund 300 Demonstranten zogen am Dienstag vor die russische Botschaft Unter den Linden. Der Eine Gruppe um die Schriftsteller Peter Schneider und F.C. Delius, den Regisseur Volker Schlöndorff, Ex-Kulturstaatsminister Michael Naumann und die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hatte den Protest initiiert, berichtet die B.Z.
Die Initiatoren wollten ein Zeichen setzen gegen den angeblichen Massenmord durch Russland in der syrischen Stadt Aleppo sowie gegen „das dröhnende Schweigen der Zivilgesellschaft“. Der Schriftsteller und Mit-Initiator Peter Schneider hielt ein Plakat mit der Aufschrift: „Aleppo – Putins Schande“.
Auch Wolfgang Thierse hat ein Plakat
Ex-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (73, SPD) hielt ein Plakat in die Kameras mit der Botschaft: „Bomben auf Zivilisten – Putins Schande“. Die Politikerin Marieluise Beck (64, Grüne) hielt ein Plakat mit der Aufschrift „Schützt die Menschen in Aleppo. Schluß mit dem kalten Morden“.
Der Politiker Omid Nouripour (41, Grüne) zeigte ein Plakat mit der Aufschrift: „Rettet die Kinder“ in die Kameras. Der Berliner Bundestagsabgeordnete Özcan Mutlu (48, Grüne) zeigte ein Plakat mit der Aufschrift: „Mr. Putin! Stopp the Killings!“ (Fehler im Original belassen).


