Reportage
Dank Russland: Syrische Armee besiegt die Rebellen

Der syrischen Armee ist ein entscheidender militärischer Erfolg gegen die Rebellen gelungen. Möglich gemacht hat dies die Unterstützung durch das russische Militär. Was bis vor kurzem niemand erwartet hat, wird Realität: Die syrische Armee könnte die Rebellen besiegen.
Seit Montag unterstützen russische Kampfjets eine neue Großoffensive der syrischen Armee im Norden von Aleppo. Am Mittwochabend gelang es nun der syrischen Armee, die Blockade der beiden schiitischen Städte Nubl und Zahraa nordwestlich von Aleppo zu durchbrechen. Die Blockade hatte seit über drei Jahren bestanden, berichtet die Welt.
Syrische Armee nimmt Rebellen den Nachschub
Das ist ein entscheidender militärischer Erfolg für die syrische Regierung und Präsident Assad. Denn mit dem Durchbruch haben Regierungstruppen die letzte Nachschubroute der Rebellen abgeschnitten.
Die Nachschubroute der Rebellen führt von Aleppo nach Bab al-Salama, dem Grenzübergang zur Türkei. Die Rebellen holen über diese Route vor allem Erdöl und Benzin für gesamte Provinz Idlib. Nun droht den Rebellenmilizen eine Benzinknappheit mit fatalen Auswirkungen.
Denn nicht nur die Militärfahrzeuge benötigen dringend Treibstoff. Die gesamte Stromerzeugung läuft in der Provinz Idlib über Generatoren. Bisher kauften die Rebellen ihr Benzin vom Islamischen Staat (IS), den sie zuvor bekämpft hatten.
Erst im Juni war es zu diesem Deal zwischen den syrischen Rebellen und dem IS gekommen. Denn der IS kontrolliert den überwiegenden Teil der syrischen Ölquellen. Zudem sollte die Nachschubroute in die Türkei sollte offen gehalten werden. Doch dann griff das russische Militär ein.
Der Vorstoß der syrischen Armee und ihrer verbündeten Milizen aus dem Iran, Afghanistan und dem Libanon hat die Nachschubroute der syrischen Rebellen nun abgeschnitten. Für die Rebellen in Aleppo und Idlib beginnen harte Zeiten. In Idlib sollen die Ölpreise bereits massiv angestiegen sein.
Russland hilft Syrien zum Sieg
Das nächste Ziel der syrischen Armee dürfte die Rückeroberung des Grenzpostens Bab al-Hawa sein. So könnte Syrien die Rebellen und ihre „Armee der Eroberer“ in die Zange nehmen. Wie schnell das mithilfe der russischen Luftwaffe gehen kann, hat die Offensive im Norden von Aleppo gezeigt.
Seit September unterstützt Russland unter Präsident Wladimir Putin, dem möglichen Retter Europas, die syrische Regierung militärisch. Es hat ein paar Monate gedauert, doch nun zeigen sich die ersten massiven Erfolge. Die syrische Armee marschiert vorwärts.
Das militärische Eingreifen Russlands könnte der Regierung in Damaskus einen Sieg bringen. Denn die Rebellen haben wenig entgegenzusetzen. Selbst mit den Waffenlieferungen aus den USA, Katar und Saudi-Arabien können sie gegen die Übermacht der Russen nichts ausrichten.
Der Patriarch der syrische-katholischen Kirche sagte kürzlich, der Westen habe die Gewalt im Nahen Osten nur geschürt. Die Russen hingegen seien derzeit die einzigen, die christliche Minderheiten gegen die Dschihadisten verteidigen. Doch wenn man den islamistischen Terror wirklich besiegen wolle, dann müsse man einen neuen Kreuzzug führen – mit Bodentruppen.


