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Cannes verbietet Burkinis als Symbole des Terrors

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Cannes Burkini-Verbot
Der Burkini ist an den Stränden von Cannes verboten. (Screenshot: YouTube)

Cannes hat Frauen das Tragen des Burkini verboten. Denn nach Ansicht von Bürgermeister David Lisnard ist der von Musliminnen getragene Ganzkörperbadeanzug provokant. Er weise auf die Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hin.

Cannes Burkini-Verbot
Der Burkini ist an den Stränden von Cannes verboten. (Screenshot: YouTube)

Die südfranzösische Stadt Cannes hat das Tragen des Burkini am Strand verboten. Hintergrund ist der islamistische Terroranschlag im nahegelegenen Nizza. Dort hatte am 14. Juli ein Gotteskrieger mehr als 80 Personen getötet.

Der Burkini bedeckt den ganzen Körper. Muslimische Frauen, die einer strengen Auslegung des Islam folgen, tragen ihn beim Baden. Anders als bei der Burka sind beim Burkini das Gesicht und die Hände der Frauen zu sehen.

Burkini zeigt Zugehörigkeit zu Terrorgruppen

„Es geht nicht darum, das Tragen religiöser Symbole am Strand zu verbieten, sondern ostentative Kleidung, die auf eine Zugehörigkeit zu terroristischen Bewegungen hinweist, die gegen uns Krieg führen“, zitiert die FAZ den Generaldirektor der städtischen Dienste, Thierry Migoule.

Der konservative Bürgermeister von Cannes, David Lisnard, hat das Verbot bereits Ende Juli per Dekret erlassen. Demnach ist Menschen der Zutritt zum Strand und das Baden verboten, wenn sie „keine korrekte Kleidung tragen, die die guten Sitten und die Laizität [strikte Trennung von Kirche und Staat, Anm. d. Red.] respektiert sowie die Hygiene- und Sicherheitsregeln achtet“.

Provokante Kleidung stört öffentliche Ordnung

Laut dem Dekret droht „eine Strandbekleidung, die auf ostentative Weise eine religiöse Zugehörigkeit bezeugt, während Frankreich und die religiösen Kultstätten Ziel terroristischer Angriffe sind, zur Störung der öffentlichen Ordnung zu führen“.

Die „religiösen Kultstätten“ sind eine Anspielung auf den Terroranschlag am 26. Juli. Zwei Männer hatten in einer Kirche in Nordfrankreich dem 84-jährigen Priester Jacques Hamel die Kehle durchgeschnitten. Der Islamische Staat hat sich zu dem Anschlag bekannt.

Zwar gibt es in Frankreich kein Gesetz gegen das Tragen religiöser Symbole. Allerdings ist dort der Ganzkörperschleier verboten. Ein solches Burka-Verbot planen in Deutschland derzeit auch die Innenminister von CDU und CSU.

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