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Reportage

Berlins Gefängnisse wollen nur noch Männer einsetzen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Justizsenator Dirk Behrendt will in Berlins Gefängnissen künftig nur noch Männer einsetzen. (Screenshot: YouTube)
Justizsenator Dirk Behrendt will in Berlins Gefängnissen künftig nur noch Männer einsetzen. (Screenshot: YouTube)

Viele muslimische Häftlinge in Berlins Gefängnissen haben nur wenig Respekt vor weiblichem Wachpersonal. Daher will Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) künftig nur noch Männer einsetzen.

Justizsenator Dirk Behrendt will in Berlins Gefängnissen künftig nur noch Männer einsetzen. (Screenshot: YouTube)
Justizsenator Dirk Behrendt will in Berlins Gefängnissen künftig nur noch Männer einsetzen. (Screenshot: YouTube)

Die Sprachprobleme in den Berliner Gefängnissen nehmen zu. Denn dort sitzen immer mehr Ausländer und Einwanderer, die kein Deutsch sprechen. Zudem haben viele von ihnen kaum Respekt gegenüber dem Wachpersonal. Vor allem das weibliche Personal wird von den muslimischen Gefangenen schlecht behandelt.

„Ich will das nicht kleinreden, das ist völlig inakzeptabel“, sagte der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt im Interview mit der Berliner Morgenpost. Die Lösung für das Problem mit den muslimischen Gefangenen ist einfach. „Wir werden jedenfalls nicht anfangen, nur noch Männer einzusetzen“, sagt der Grünen-Politiker.

Wir haben eine zunehmende Zahl an Islamisten in den Anstalten. Diese bringen wir getrennt voneinander unter. Eine wichtige Aufgabe ist es außerdem, zu verhindern, dass sie andere Gefangene rekrutieren. Wir kennen das aus Frankreich und aus Großbritannien. Dementsprechend werden unsere Mitarbeiter geschult.

Auch das Problem mit den fehlenden Deutschkenntnissen der Gefangenen hat Justizsenator Dirk Behrendt erkannt. „Wenn man den Gefangenen nicht mal den Tagesablauf erklären kann, macht das den Haftalltag kompliziert“, sagt er. Daher soll nun ab Herbst im Gefängnis Heidering südlich von Berlin ein Versuch beginnen.

Bei diesem schon länger geplanten Berliner Pilotprojekt „Resozialisierung durch Digitalisierung“ sollen die Häftlinge an Computern Deutsch lernen. Sie sollen dafür Zugriff auf bestimmte vom Gefängnis freigeschaltete Internetseiten bekommen. Denn eigentlich ist der Internetzugang für Häftlinge nicht erlaubt.

Neben den Frauen und der deutschen Sprache bereitet dem Justizsenator noch ein weiteres Problem Sorgen. Es erscheinen zunehmend bewaffnete Menschen zu Prozessen. „Wir haben generell eine hohe Anzahl von Menschen, die mit Waffen in die Gerichte kommen“, sagt Dirk Behrendt. Dabei handle es vor allem um Messer.

„Bei den Einlasskontrollen kann man feststellen, wie viele Berliner mit einem Messer bewaffnet durch die Stadt laufen“, sagt der Senator. Daher soll das Gefängnispersonal künftig Schutzwesten erhalten. Für Prozesse gegen Islamisten sollen ab Herbst im großen Berliner Strafgericht in Moabit sogar zwei spezielle Sicherheitssäle gebaut werden.

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