Reportage
Barack Obama: „Ich würde Angela Merkel wählen“
Bei seinem Berlin-Besuch hat Barack Obama eine Wahlempfehlung für die Bundestagswahl 2017 abgegeben. „Ich würde Merkel unterstützen“, sagt er. Und auch zum Verhältnis zwischen Russland und Donald Trump äußerte er sich.

Am Donnerstag in Berlin sprachen der scheidende US-Präsident Barack Obama und Bundeskanzlerin Angela Merkel knapp 130 Minuten hinter verschlossenen Türen. Danach traten sie vor die Presse und machten einander Komplimente. Sie sagten, dass sie auch in Zukunft in Kontakt bleiben wollen.
Die Bundeskanzlerin bedankte sich bei Barack Obama für die „lange und verlässliche Zusammenarbeit“. Sie erinnerte noch einmal daran, dass es der Abschlussbesuch des US-Präsidenten ist. „Mir fällt der Abschied schwer“, sagt sie. Aber natürlich werde sie auch mit Donald Trump zusammenarbeiten, so die Kanzlerin.
Barack Obama würde Angela Merkel wählen
Barack Obama gab für die Bundestagswahl im kommenden Jahr eine eindeutige Wahlempfehlung ab. „Ich würde Merkel unterstützen“, sagt er. Er wisse aber nicht, ob das der Kanzlerin hilft. Weiter lobte er die Kanzlerin: „Sie ist richtig tough, sie ist gut.“
Im Hinblick auf seinen Nachfolger Donald Trump, der im Januar ins Weiße Haus einziehen wird, und dessen Verhältnis zu Russland sagte Obama, es gebe „erhebliche Unterschiede dabei, wie Russland die Welt sieht und wie wir die Welt sehen“.
„Und ich hoffe, dass der nächste Präsident einen ähnlich konstruktiven Ansatz verfolgt: Bereiche finden, wo wir mit Russland kooperieren können, wo unsere Werte und Interessen übereinstimmen.“ Donald Trump müsse aber auch willens sein, „standhaft gegen Russland zu sein, wo sie von unseren Werten und von internationalen Normen abweichen“, so Obama.


