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Reportage

Armutsrisiko im vereinten Deutschland auf Rekordhoch

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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In Berlin ist das Armutsrisiko im vergangenen Jahr besonders stark angestiegen.

Im vergangenen Jahr waren 15,7 Prozent der Einwohner von Armut bedroht, meldet der Paritätische Wohlfahrtsverband. Dies ist das höchste Armutsrisiko seit der Wiedervereinigung. Berlin gehört zu den Schlusslichtern.

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In Berlin ist das Armutsrisiko im vergangenen Jahr besonders stark angestiegen.

Die Armut in Deutschland steigt weiter. In den westdeutschen Bundesländern außer Hamburg war die Armutsgefährdung im letzten Jahr höher als noch vor zehn Jahren. In den neuen Bundesländern sind die Menschen noch stärker von Armut bedroht als im Westen.

„Wir haben mit 15,7 Prozent einen neuerlichen Höchststand der Armut im wiedervereinten Deutschland“, zitiert Focus den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Dr. Ulrich Schneider.

Armutsrisiko am höchsten in Bremen und Berlin

Bremen schneidet am schlechtesten ab. Hier ist fast jeder Vierte (24,8) von Armut bedroht. Es folgen Berlin mit einer Armutsgefährdungsquote von 22,4 von Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 21,7 Prozent.

In den beiden Stadtstaaten Bremen (plus 2,5 Punkte) und Berlin (plus 2,7 Punkte) ist das Armutsrisiko im Zehn-Jahres-Vergleich überdurchschnittlich stark angestiegen. Doch am stärksten ist das Armutsrisiko allerdings in Nordrhein-Westfalen gewachsen – um 3,1 Punkte auf 17,5 Prozent.

Im Vergleich zum Jahr 2014 ist das Armutsrisiko im letzten Jahr in elf Bundesländern gestiegen, darunter sind auch alle neuen Bundesländer. Dennoch ist Armutsgefährdung dort noch immer höher als in den alten Bundesländern.

Dies sind die Bundesländer mit dem geringsten Armutsrisiko:

  1. Bayern mit 11,6 Prozent,
  2. Baden-Württemberg mit 11,8 Prozent,
  3. Hessen mit 14,4 Prozent,
  4. Schleswig-Holstein mit 14,6 Prozent,
  5. Rheinland-Pfalz mit 15,2 Prozent,
  6. Hamburg mit 15,7 Prozent,
  7. Niedersachsen mit 16,5 Prozent,
  8. Brandenburg mit 16,8 Prozent,
  9. das Saarland mit 17,2 Prozent und
  10. Nordrhein-Westfalen mit 17,5 Prozent.

Unter allen 15 deutschen Großstädten schneidet Duisburg am schlechtesten ab. Hier sind 26,6 Prozent der 491.000 Einwohner von Armut bedroht. Aber auch in Dortmund (25,7 Prozent) und Leipzig (25,1 Prozent) sind es mehr als ein Viertel der Menschen.

Gerade hat der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e. V. gemeldet, dass jeder dritte Berliner über 65 bezieht Harz IV bezieht. Er fordert eine Anhebung des Hartz-IV-Regelsatzes auf 520 Euro.

Der Regelsatz von der Bundesregierung geplante Regelsatz von 409 Euro im Monat ab dem kommenden Jahr grenzt die Menschen einfach nur aus, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Gesamtverbandes, Dr. Ulrich Schneider.

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