Reportage
Antifa zerstört Restaurant, Gastronom ruiniert
Gastronom Frank Betke (56) ist SPD-Mitglied und überzeugter Demokrat. Er erlaubte der AfD, in seinem Lokal einen Stammtisch abzuhalten. Daraufhin kam die Antifa mit Äxten und Hämmern und zerstörte seine Lebensgrundlage.

Seit zwei Wochen sind die acht Frontscheiben von Frank Betkes Restaurants Franky’s im Silberpalais in Duisburg mit Brettern zugenagelt. Denn Unbekannte hatten sie in der Nacht zum 29. Mai gegen 3:30 Uhr mit Hämmern und Äxten eingeschlagen.
Niemand hatte die Täter gesehen und auch die Beamten hatten keine Verdächtigen in Tatortnähe finden können. Doch inzwischen ist der Staatsschutz eingeschaltet. Denn es gibt Grund zu der Vermutung, dass der Angriff ein politisches Verbrechen war.
Frank Betke vermutet, dass der Grund für den Angriff auf sein Lokal darin bestand, dass er der AfD in seinem Lokal einen monatlichen Stammtisch erlaubt hatte. Denn er hat Drohbriefe von der Antifa erhalten.
Am Sonntag hat der Gastronom nun auch die Tür versperrt und sein Restaurants geschlossen. Er gibt die Gastronomie in der City auf, berichtet die WAZ. Es sei niemand mehr in das verrammelte Lokal gekommen. Hinzu kamen Unstimmigkeiten mit dem Vermieter.
Außerdem schmierten Unbekannte Sonntagnacht auf die Tische vor der Tür: „Wer Nazis bewirtet, ist auch ein Schwein!“ Erneut zeigte Frank Betke den Fall an, und wieder ermittelt der Staatsschutz.
Der 56-Jährige ist SPD-Mitglied und überzeugter Demokrat. „Bis auf die FDP haben schon alle Parteien meine Säle genutzt, Kirchen, Gewerkschaften, für mich als Gastronom gibt es da doch keinen Unterschied!“
Solange der Verfassungsschutz die AfD nicht verbiete, sehe er auch keinen Grund dafür, der Partei einen Raum in seinem Restaurant vorzuenthalten, sagte er. „Wir leben doch in einer Demokratie.“
Schon im Jahr 2016 hatten Antifa-Aktivisten das Restaurant als einen „rassistischen Tatort“ markiert. Denn die AfD hielt hier monatlich ihren Stammtisch ab. Damals hatten sie sogar einen Leichnam auf die Straße gesprüht. Es wurden Flyer im Stadtteil verteilt, wonach in dem Restaurant „Hetze“ verbreitet werde.
„Ich bin arbeitslos, mittellos, hilflos“, sagt der Gastronom. Fünf Mitarbeiter, die derzeit noch beim Ausräumen helfen, sind Ende Juni arbeitslos. Der Kassensturz werde dann zeigen, was bleibt.
„Menschlich bin ich sowieso am Ende“, sagt der Gastronom. Aber aufgeben wolle er nicht. Sein Traum ist eine Gastronomie im Duisburger Süden, die so klein sein soll, dass darin gar keine Parteiveranstaltungen stattfinden könnten.


