Reportage
Merkel: Islamistischen Terrorismus gab es früher schon
Schon bevor die Flüchtlinge nach Deutschland kamen, gab es hierzulande islamistischen Terrorismus, so Angela Merkel. Zur Verbesserung der Sicherheit wolle die Union mehr Polizei, mehr staatliche Befugnisse und Gesichtserkennung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht keinen Zusammenhang zwischen der gewachsenen Terrorgefahr und dem Zuzug von Flüchtlingen. Dies sagte sie am Mittwochabend bei einer Wahlkampfveranstaltung in Neustrelitz (Mecklenburg-Vorpommern).
Zwar werde versucht werde, Flüchtlinge für islamistischen Terrorismus zu gewinnen. Doch nach Ansicht von Angela Merkel ist „das Phänomen des islamistischen Terrorismus des IS nicht ein Phänomen, das durch die Flüchtlinge zu uns gekommen ist, sondern das wir auch schon vorher hatten.“
Angela Merkel nennt Maßnahmen gegen den Terrorismus
Zudem sagte die Bundeskanzlerin, dass die Union auf die zunehmenden Bedrohungen für die Sicherheit mit einer besseren personellen Ausstattung der zuständigen Behörden und mit mehr staatlichen Befugnissen reagieren will.
„Durch die Digitalisierung, durch die sozialen Medien, durch das sogenannte Darknet, das ja durch den Amoklauf in München jetzt nochmal in die Presse gekommen ist, müssen wir dauernd und permanent unsere Dinge anpassen.“
„Das, was früher Videoüberwachung war, das wird in Kürze zum Beispiel auch Gesichtserkennung sein“, so Merkel. Am 4. September wählen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag.


