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Amokläufer von München hasste Türken und Araber

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Amokläufer David Ali Sonboly
Der Amokläufer von München, David Ali Sonboly, hasste Türken und Araber. (Screenshot: Sky News)

Der Amokläufer David Ali Sonboly, der am Freitag in München neun Menschen getötet hat, soll ein Rechtsextremist gewesen sein. Als Iraner war er offenbar ein stolzer Arier und hasste Türken und Araber. Alle seine Opfer hatten einen Migrationshintergrund.

Amokläufer David Ali Sonboly
Der Amokläufer von München, David Ali Sonboly, hasste Türken und Araber. (Screenshot: Sky News)

Am Freitagabend hatte der in Deutschland geborene Iraner David Ali Sonboly (18) in München neun Menschen getötet und Dutzende weitere zum Teil schwer verletzt, bevor er sich selbst erschoss. Grund für seinen Amoklauf ist laut Medienberichten offenbar sein Hass auf Türken und Araber.

David Ali Sonboly sei stolz darauf gewesen, dass er wie Adolf Hitler am 20. April geboren wurde, berichtet die FAZ mit Verweis auf Sicherheitskreise. Zudem soll der junge Iraner stolz darauf gewesen sein, dass er ein Arier ist. Denn der Iran gilt als die ursprüngliche Heimat der Arier. Türken und Araber soll er gehasst haben.

Alle Opfer hatten Migrationshintergrund

Alle neun Todesopfer von München, sechs Jugendliche und zwei junge Erwachsene, hatten einen Migrationshintergrund. Die Ermittler gehen daher auch der Hypothese nach, ob David Ali Sonboly Tat gezielt Migranten tötete.

Für diese These einer rassistischen Tat spricht auch der Wortwechsel des Iraners mit einem Anwohner des Olympia-Einkaufszentrums, der ihn von seinem Balkon aus beschimpfte. David Ali Sonboly rief dabei „Scheißtürken“ und dass er ein Deutscher ist und in Deutschland geboren.

Vorbild war der rechtsextreme Amokläufer Anders Behring Breivik

Ein weiteres Indiz ist, dass er seine Tat bewusst am fünften Jahrestag des Anschlags durch den norwegischen Rechtsextremisten Anders Behring Breivik beging, den er offenbar als Vorbild betrachtet hat.

Anders Behring Breivik hatte am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen umgebracht. Seine Opfer waren 69 Teilnehmer eines Zeltlagers auf der Insel Utøya, fast die Hälfte war jünger als 30 Jahre. Weitere Menschen erschoss er in Oslo.

Bisher war David Ali Sonboly als psychisch kranker Amokläufer beschrieben worden, der unter dem Mobbing durch Gleichaltrige gelitten hatte. Der Iraner war laut dem Bericht nicht in die rechtsextremistische Szene in München eingebunden.

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Thomas Breithaupt

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