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Reportage

Iraner tötet in München 9 Menschen und sich selbst

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Iraner München
Unter den Todesopfern von München sind auch mehrere Jugendliche. (Screenshot: YouTube)

Am Freitagabend hat am Olympia-Einkaufszentrum in München hat ein junger Iraner neun Menschen getötet und mindestens 21 verletzt, drei davon schwer. Auch der Täter ist tot.

Iraner München
Unter den Todesopfern von München sind auch mehrere Jugendliche. (Screenshot: YouTube)

Ein junger Mann hat am Freitagabend neun Menschen getötet und mindestens 21 Menschen verletzt, drei davon schwer. Unter den Verletzten befinden sich laut Polizei auch Kinder. Das Motiv des Täters ist noch nicht bekannt. Er soll sich nach dem Anschlag selbst das Leben genommen haben.

Nach Angaben des Münchner Polizeipräsidenten Hubertus Andrä handelt es sich bei dem Täter um einen 18-jährigen Iraner, der seit mehr als zwei Jahren in München lebte und auch die deutsche Staatsangehörigkeit besaß.

2.300 Beamte in München im Einsatz

Kurz vor 18 Uhr waren bei einer McDonald’s-Filiale vor dem Olympia-Einkaufszentrum in München mehrere Schüsse gefallen. Die Behörden sprachen von einer „akuten Terrorlage“, berichtet SPON.

Rund 2.300 Beamte waren im Einsatz, darunter auch die Anti-Terroreinheit GSG9. Eine Zivilstreife verfolgte und beschoss den Täter zunächst, verlor dann aber den Kontakt.

Zeugen hatten bis zu drei Täter gemeldet, die mit Gewehren auf der Flucht seien. Deshalb fahndete die Polizei im gesamten Stadtgebiet.

Busse und Bahnen stellten den Verkehr ein. Der Hauptbahnhof wurde geräumt. Ärzte und Krankenschwestern wurden zum Notdienst in die Kliniken gerufen.

Die Behörden informierten die Bürger über das Smartphone-Warnsystem Katwarn und forderten sie auf, ihre Wohnungen nicht zu verlassen.

Zudem wurde die Bevölkerung gebeten, sich auf den sozialen Netzwerken mit Spekulationen zurückzuhalten und keine Bilder von Opfern zu verbreiten.

Laut Polizei gab es zunächst keine Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund. Auch ein rechtsradikaler Hintergrund wurde zunächst nicht ausgeschlossen. Frankreichs Präsident Francois Hollande sprach bereits von einem „terroristischen Anschlag“.

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Thomas Breithaupt

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