Reportage
Ungarn nimmt Asylbewerbern die Anreize zum Bleiben

Ungarn will den Asylbewerbern weniger Anreize zum Bleiben bieten. Die Migranten sollen weniger Bargeld und weniger Platz in den Asylheimen erhalten. Zudem sollen Integrationsmaßnahmen gestrichen werden.
Ungarn plant will Bargeldzahlungen und andere Förderungen für Asylbewerber im Land kürzen. Laut einem Gesetzesentwurf erhalten die Migranten in den Internierungslagern nur noch so viel Platz wie in einer Gefängniszelle.
Maßnahmen zur Integration in die ungarische Gesellschaft sollen ebenfalls gestrichen werden. Asylbewerber dürfen laut dem Gesetzesentwurf auch nicht mehr in den Aufnahmezentren arbeiten. Einschulungszuschüsse sollen auch wegfallen, berichtet DIE WELT.
Weniger Anreize zum Bleiben
Das Ziel der Maßnahmen besteht offenbar darin, dass weniger Migranten nach Ungarn kommen und dass auch bewilligte Asylbewerber Ungarn wieder verlassen. Die Gesetzesänderungen sollen dem Gesetzesentwurf zufolge bereits am 1. April in Kraft treten.
Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat gesagt, dass ein Einfluss muslimischer Einwanderung eine Bedrohung für den Lebensstil der Ungarn und die christliche Kultur Europas ist. Hinzu kommen die enormen Kosten, welche die Migranten verursachen. Ungarn hat in der Flüchtlingskrise bisher laut eigenen Angaben umgerechnet rund 258 Millionen Euro ausgegeben.


