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Reportage

Mehrheit der Deutschen gegen Familiennachzug

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Laut einer aktuellen Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen gegen den gesetzliche vorgesehenen Familiennachzug. (Screenshot: YouTube)
Laut einer aktuellen Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen gegen den gesetzliche vorgesehenen Familiennachzug. (Screenshot: YouTube)

Laut einer Insa-Umfrage lehnen 58,3 Prozent der Deutschen den gesetzlich vorgesehenen Familiennachzug ab. Allerdings gibt es dabei Unterschiede zwischen Männern und Frauen, Ossis und Wessis sowie zwischen Jüngeren und Älteren.

Laut einer aktuellen Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen gegen den gesetzliche vorgesehenen Familiennachzug. (Screenshot: YouTube)
Laut einer aktuellen Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen gegen den gesetzliche vorgesehenen Familiennachzug. (Screenshot: YouTube)

Der Familiennachzug nach Deutschland hat zuletzt deutlich zugenommen. Seit 2015 sind weltweit 230.000 Anträge bewilligt worden. Und ab März kommenden Jahres dürfen weitere rund 390.000 Syrer ihre Familien nach Deutschland holen, für die der Nachzug aktuell noch ausgesetzt ist.

Doch ein Großteil der Deutschen betrachtet diese Entwicklung offenbar kritisch. Wie aus einer aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag der BILD hervorgeht, lehnen 58,3 Prozent der Befragten den gesetzlich vorgesehenen Familiennachzug für Flüchtlinge ab. Nur 41,7 Prozent stimmen ihm zu.

Den Angaben zufolge ist die Ablehnung des Familiennachzugs in den verschiedenen Teilen der Bevölkerung sehr unterschiedlich vertreten. So sind es

  • 62,1 Prozent der Frauen,
  • 54,5 Prozent der Männer,
  • 66,8 Prozent der Ostdeutschen,
  • 56,5 Prozent der Westdeutschen,
  • 69,2 Prozent der Befragte von 40 bis 49 Jahren und
  • 49,1 Prozent der Befragte von 18 und 29 Jahren.

Auffällig sind auch die Unterschiede bei der Haltung zum Thema Familiennachzug, wenn man die Parteizugehörigkeit der Befragten betrachtet. Nur die Anhänger von SPD und Grünen sind mehrheitlich für den Familiennachzug. Gegen den Nachzug sind

  • 95,8 Prozent der AfD-Wähler,
  • 66,8 Prozent der FDP-Wähler,
  • 54,3 Prozent der Wähler von CDU/CSU,
  • 52,2 Prozent der Linken-Wähler,
  • 42,7 Prozent der SPD-Wähler und sogar nur
  • 18,2 Prozent der Grünen-Wähler.

Die große Koalition hatte das Recht auf Familiennachzug mit Wirkung zum März 2016 für jene Asylbewerber ausgesetzt, die kein Asyl, sondern nur einen sogenannten subsidiären Schutz erhalten haben. Doch diese Aussetzung endet im März 2018.

Vor allem Syrer erhalten derzeit nur den subsidiären Schutz, weil ihre Flucht aus dem Bürgerkriegsland von deutschen Asylbehörden oftmals nicht als Schutzgrund nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt wird, die den Familiennachzug enthält.

Syrer erhalten daher in aller Regel keinen Schutz aus politischen Gründen. Sie dürfen aber mit einem subsidiären Schutz trotzdem in Deutschland bleiben, weil ihnen bei einer Rückkehr durch den dortigen Konflikt eine Gefahr für Leib und Leben drohen würde.

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