Reportage
Arabisch soll Pflichtfach an deutschen Schulen werden

Alle deutschen Schüler sollen Arabisch lernen, fordert der Hamburger Informatikprofessor Thomas Strothotte. Seiner Ansicht nach sollten Deutsch und Arabisch für alle Schüler bis zum Abitur verpflichtend sein. Damit könne Deutschland anerkennen, dass es ein Einwanderungsland ist.
Thomas Strothotte will mehrsprachige Gesellschaft
Die Einführung von Arabisch als verpflichtende Schulsprache in Deutschland würde einen Zugang zur arabischen Welt ermöglichen. „Wir würden damit anerkennen, ein Einwanderungsland und eine mehrsprachige Gesellschaft zu sein“, schreibt der Präsident der Hamburger Kühne Logistics University in der Wochenzeitung Die Zeit.
Wenn man Deutsch und Arabisch als gleichberechtigte Unterrichtssprachen verwendet, würden sich die Kinder schon jetzt auf den Wandlungsprozess des Nahen Ostens vorbereiten, schreibt Thomas Strothotte. Mit dem Erlernen der arabischen Sprache würden sich deutsche Kinder dabei als wirtschaftliche, kulturelle und politische Partner empfehlen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Informatikprofessor Thomas Strothotte zu politischen Dingen äußert. Von 2009 bis 2013 war er Rektor der Universität Regensburg, wo er die Studenten im Jahr 2010 eindringlich auf den gemeinsamen Kampf für mehr Steuergeld einschwor. Die Studenten waren sichtlich begeistert von ihrem Rektor.
Immer wieder bringen deutsche Professoren ihr Expertenwissen in die Asyldebatte ein. So sagte kürzlich der Berliner Professor und Religionsexperte Hansjörg Dilger zu den sexuellen Übergriffen zu Silvester, dass diese nichts mit dem Islam zu tun hätten. Sein Rat an deutsche Frauen lautete: „Man sollte seinen Alltag davon möglichst wenig beeinträchtigen lassen.“
Rundfunk zeigt, wie es geht
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind längst dabei, ihr Angebot auf Arabisch zu stärken. Wegen der starken Zuwanderung aus dem Nahen Osten hat die ARD angekündigt, den Deutsche-Welle-Sender DW Arabia zu unterstützen. Das 24-stündige arabischsprachige Programm DW Arabia kann man seit Mitte Dezember 2015 auch in Europa empfangen.
Zudem will das Staatsfernsehen Reportagen und Dokumentation für das arabischsprachige Angebot der Deutschen Welle beisteuern, sagten die ARD-Intendanten am Dienstag auf ihrer Sitzung in Leipzig. In den Mittelpunkt wolle man dabei vor allem Flüchtlingsthemen stellen, berichtet die Welt.


