Reportage
Sarrazins neues Buch rechnet mit Merkel ab
Angela Merkel hat von der Integrationsunfähigkeit der muslimischen Migranten abgelenkt, so Thilo Sarrazin in seinem neuen Buch. Sie habe auch kein Interesse an der Zukunft Deutschlands.

Am 25. April erscheint das neue Buch von Thilo Sarrazin „Wunschdenken. Europa, Währung, Bildung, Einwanderung – warum Politik so häufig scheitert“. Darin rechnet der ehemalige Bundesbank-Vorstand und Berliner SPD-Senator mit der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ab.
Sarrazin wirft der Kanzlerin vor, mit ihrem „Wir schaffen das“ von den wichtigen Fragen abgelenkt zu haben. Entscheidend sei nicht „die Frage, ob sich der tägliche Zustrom der Flüchtlinge ausreichend schnell registrieren, behausen, verpflegen und medizinisch versorgen lässt“.
Thilo Sarrazin warnt vor den Folgen muslimischer Zuwanderung
Entscheidend sei in der Flüchtlingskrise vielmehr die Frage, welche Integrationsperspektiven diese Menschen „aus Ländern mit niedriger Bildungsleistung“ hierzulande haben, zitiert die BILD vorab aus dem neuen Sarrazin-Buch.
„Ihr kulturelles und kognitives Profil ähnelt dem der muslimischen Zuwanderer aus diesen Herkunftsländern, die bereits in Europa sind. Es ist daher anzunehmen, dass sie sich hinsichtlich Bildungsleistung, Arbeitsmarktintegration, Sozialleistungsbezug, Kriminalität und Anfälligkeit für fundamentalistisches Gedankengut ähnlich entwickeln.“
Familiennachzug und Kinder: Aus 1 Million werden 5 Millionen
Laut einer Modellrechnung von Thilo Sarrazin wächst jede Jahrgangskohorte von Flüchtlingen „innerhalb von zwei Jahrzehnten durch Familiennachzug und eigene Kinder auf das Fünffache“. Daraus zieht er den Schluss:
„Die Rückgewinnung der Kontrolle über unsere Grenzen, seien es die Deutschlands oder die des Schengen-Raums, wird zur Existenzfrage für unsere Kultur und das Überleben unserer Gesellschaft.“
Angela Merkel habe „möglicherweise das Wohl der Welt im Allgemeinen im Blick, kaum aber noch die Interessen Europas und schon gar nicht das Interesse der Deutschen an der Zukunft der eigenen Nation, dem Schutz ihres Lebensumfeldes und ihrer kulturellen Identität“, schreibt Sarrazin.
Deutsche werden zur Minderheit im eigenen Land
Bereits Anfang des Jahres hatte der Buchautor darauf hingewiesen, wie stark sich die Zusammensetzung der hiesigen Bevölkerung verändert. Allein im vergangenen Jahr seien 800.000 junge Männer im Alter von 15 bis 30 Jahren nach Deutschland gekommen, denen nur 5 Millionen deutsche Männer dieser Altersgruppe gegenüberstehen.


