Reportage
Terror-Experten fordern Bannmeile um Silvester-Feier

Eine Million Menschen werden die Silvester-Feier am Brandenburger Tor in Berlin mitmachen. Zudem werden viele Menschen die Feier vor dem Fernseher mitverfolgen. Daher eignet sich das Brandenburger Tor hervorragend für einen Terroranschlag.
Zum Schutz der Silvester-Feier am Brandenburger Tor fordern Terror-Experten nun eine Bannmeile für Islamisten.
„Die Sicherheitsbehörden müssen vor Großveranstaltungen gezielt Betretungsverbote gegenüber polizeibekannten islamistischen Gefährdern aussprechen – und diese auch zu überwachen!“, sagte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt zu BILD.
Silvester in Berlin wäre „eine gute Gelegenheit“, endlich mit dieser Form der Überwachung zu beginnen, so der 59-Jährige.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (59, CSU) sagte: „Die Gefahr islamistischer Anschläge ist in Berlin oder München nicht geringer als in Madrid, London oder Wien.“
Und der österreichische Geheimdienst hat gewarnt, dass bis Silvester Anschläge in europäischen Hauptstädten drohen: „an Orten, wo Menschenansammlungen stattfinden“.
Der Veranstalter der Silvester-Party am Brandenburger Tor hat die Sicherheitsvorkehrungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöht.
- Er hat die Zahl der Ordner von 400 auf 600 aufgestockt, das DRK auf 280 Helfer.
- Es sind 900 statt 750 Polizisten im Einsatz sowie deutlich mehr Beamte in Zivil.
- Das Party-Gelände ist von einem 13 Kilometer langen Bauzaun umgeben, der bereits am Montag geschlossen wurde und seitdem bewacht wird.
- Es gibt verstärkte Kontrollen an allen fünf Eingängen.
Auf dem Party-Gelände gilt ein Verbot für Feuerwerk, Waffen aller Art, Rucksäcke, Gassprühdosen, Flaschen, Dosen, Stühle, Kisten, größere Mengen Papier, Megafone, Tiere, Laser-Pointer und sogar für alkoholische Getränke.
Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für die Deutsche Presse-Agentur rechnen 66 Prozent der Bundesbürger im kommenden Jahr mit einem Anschlag des Islamischen Staats in Deutschland. Nur 17 Prozent glauben nach einer nicht daran.


