Reportage
Statistik-Amt erwartet „stärkere Zuwanderung“
Deutschlands Statistisches Bundesamt rechnet auf lange Sicht jedes Jahr mit einer Netto-Zuwanderung von 200.000 Menschen. Diese „stärkere Zuwanderung“ nach Deutschland werde vor allem von außerhalb Europas kommen.

Am Dienstag wird das Statistische Bundesamt neue Zahlen zur demografischen Entwicklung in Deutschland bis zum Jahr 2035 vorlegen. Die Wiesbadener Behörde geht davon aus, dass nach Abzug der Abwanderungen auf lange Sicht jedes Jahr rund 200.000 Menschen zuwandern.
Zuletzt hatte das Statistische Bundesamt im April 2015 eine sogenannte Bevölkerungsvorausberechnung vorgelegt. Damals erwarteten die Statistiker für die Jahre 2016 bis 2020 einen stetigen Rückgang des jährlichen Zuzugs.
Für die Jahre ab 2021 rechneten sie mit zwei möglichen Szenarien: einer „schwächeren Zuwanderung“ von rund 100.000 Menschen netto pro Jahr und einer „stärkeren Zuwanderung“ von rund 200.000 Menschen netto pro Jahr.
Doch laut einem Bericht der Welt am Sonntag rechnen die Experten inzwischen nur noch mit der Variante, die eine dauerhaft „stärkere Zuwanderung“ annimmt. Die Variante „schwächere Zuwanderung“ gilt offenbar nicht mehr als realistisch.
Eine Nettozuwanderung von 200.000 Personen müsste sich wesentlich aus dem außereuropäischen Ausland speisen. Denn laut Bundesamt stehen die Länder Süd- und Osteuropas, woher traditionell der Großteil der Zuwanderer stammt, selbst vor erheblichen demografischen Problemen.


