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Reportage

Was bewirkt dieser SPD-Wahlwerbespot gegen die AfD?

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Ein SPD-Wahlwerbespot gegen die AfD zur Berliner Abgeordnetenhauswahl am Sonntag könnte nach hinten losgehen. Denn eine Reihe von Promis tragen darin Aussagen der AfD vor, als wären es Witze.

Am Montag veröffentlichte die Berliner SPD auf ihrem YouTube-Kanal einen Wahlwerbespot gegen die AfD. Darin tragen mehr oder weniger bekannte Personen des öffentlichen Lebens (Promis) Zitate von Politikern und aus dem Parteiprogramm der AfD vor. In der Videobeschreibung dazu heißt es:

Rechtspopulistische Hetze, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung von Minderheiten – Willst du das, BERLIN? Im Rahmen der Kampagne #StimmefuerVernunft zeigen wir zusammen mit

  • Oliver Kalkofe,
  • Klaas Heufer-Umlauf,
  • Joko Winterscheidt,
  • Alec Völkel,
  • Clemens Schick und
  • Sascha Vollmer

klare Kante gegen Rechtspopulisten. Denn wir finden eine solche Partei passt nicht zu einer weltoffenen Stadt wie Berlin. Deswegen am 18. September wählen gehen! #Berlinbleibtweltoffen

Was bewirkt der SPD-Wahlwerbespot gegen die AfD tatsächlich?

Die Idee in dem Wahlwerbespot besteht darin, dass die Promis darin die AfD-Aussagen wie Witze erzählen. Doch dadurch ist der Spot in der Wirkung möglicherweise auch ein Wahlwerbespot für die AfD. Denn die Komiker machen sich zwar darüber lustig, doch sie präsentieren dem Wähler einige Forderungen des Gegners:

  • Sicherung der deutschen Grenzen,
  • Ablehnung der Homo-Ehe, vor allem beim Adoptionsrecht,
  • Ablehnung der Massenzuwanderung,
  • Ablehnung der These, dass der Islam zu Deutschland gehört, und
  • eine Lockerung des deutschen Waffenrechts.

Laut Wahlumfragen könnte die AfD aus dem Stand rund 15 Prozent erreichen. Für SPD und CDU hingegen werden dramatische Verluste vorhergesagt. Zwar bleibt die SPD wohl die stärkste Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Doch um eine Regierung zu bilden, braucht es voraussichtlich drei Parteien.

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