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Sigmar Gabriel: Österreicher sollen grün wählen

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Sigmar Gabriel grün wählen
Jetzt sollten „alle demokratischen Kräfte“ in Österreich den grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen wählen, sagt Sigmar Gabriel. (Foto: Emmanuele Contini / Shutterstock.com)

Nach Ansicht von SPD-Chef Sigmar Gabriel ist der Erfolg der FPÖ in der ersten Runde zur Präsidentenwahl in Österreich „schlimm“. Bei der Stichwahl am 22. Mai sollten sich nun die „demokratischen Kräfte“ hinter den grünen Kandidaten stellen.

Sigmar Gabriel grün wählen
Jetzt sollten „alle demokratischen Kräfte“ in Österreich den grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen wählen, sagt Sigmar Gabriel. (Foto: Emmanuele Contini / Shutterstock.com)

Nach dem deutlichen Wahlsieg des FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer in der ersten Runde der österreichischen Präsidentenwahl hat SPD-Chef Sigmar Gabriel die Österreicher aufgefordert, in der zweiten Runde am 22. Mai den grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen zu wählen.

Sigmar Gabriel unterstützt den Grünen-Kandidaten

„Der Erfolg des Rechtspopulisten bei der österreichischen Präsidentschaftswahl ist vor allem eine Absage an die Kandidaten von SPÖ und ÖVP“, sagte Sigmar Gabriel zu BILD. „Jetzt sollten sich alle demokratischen Kräfte hinter den demokratischen Kandidaten Van der Bellen stellen.“

Das starke Wahlergebnis des FPÖ-Kandidaten Norbert Höfer vom Sonntag bestätige den „europaweiten Trend, dass populistische und antieuropäische Parteien stärker werden“, so der SPD-Chef.

„Das ist insofern schlimm, weil wir zur effektiven Bekämpfung des Terrors, zum Schließen von Steueroasen und einer nachhaltigen Lösung der Flüchtlingskrise ein starkes Europa brauchen. Dies in allen Mitgliedstaaten noch deutlicher zu machen, ist Aufgabe der europäischen Sozialdemokratie in den kommenden Wochen und Monaten.“

Ralf Stegner fürchtet rechten Wahlsieg in Deutschland

SPD-Vizechef Ralf Stegner bezeichnete den Erfolg des FPÖ-Kandidaten als einen „Weckruf“. Wer ähnliche Ergebnisse in Deutschland verhindern wolle, der dürfe den Rechtspopulisten nicht nacheifern, sagte er Stuttgarter Zeitung.

„Rhetorische Anbiederung oder gar das Kopieren von deren Gaga-Forderungen“ mache „Rechtsaußen“ erst richtig stark, sagte Ralf Stegner. In der CSU müsse der „Flirt mit AfD-Parolen“ endlich aufhören.

Grünen-Chefin Simone Peter sagte, mit einer Stimme für den ehemaligen österreichischen Grünen-Vorsitzenden Alexander van der Bellen lasse sich der FPÖ-Kandidat am 22. Mai möglicherweise noch abwehren. Die Berichte der deutschen Leitmedien zum FPÖ-Wahlerfolg kann man mit diesem Facebook-Post der ZDF heute-show zusammenfassen:

Europas Rechte gratulieren Norbert Hofer

Laut dem offiziellen Endergebnis vom Montagabend kam Norbert Hofer im ersten Wahlgang auf 35,1 Prozent der Stimmen. Der Grüne Alexander Van der Bellen kam auf etwa 20 Prozent. Die Kandidaten von ÖVP und SPÖ haben es mit jeweils rund 11 Prozent der Stimmen erstmals seit 1945 nicht in die Stichwahl geschafft.

Europas Rechte fühlen sich durch das österreichische Wahlergebnis gestärkt. Die AfD-Chefin Frauke Petry gratulierte Norbert Hofer und der FPÖ zu ihrem „grandiosen Erdrutschsieg“ und wünschte dem Kandidaten für die zweite Runde viel Erfolg.

Marine Le Pen, die Chefin des französischen Front National, sprach von einem „großartigen Ergebnis“ und beglückwünschte das gesamte österreichische Volk. Glückwünsche kamen auch von Geert Wilders aus den Niederlanden und von der Lega Nord aus Italien. In Ungarn sprach die Partei Jobbik von einer „beschämenden Niederlage“ für die große Koalition in Österreich.

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