Reportage
Schüsse in die Luft und „Allahu Akbar“ vor Asylheim

Vor dem Asylheim am Glambecker Ring in Berlin Marzahn hat ein Unbekannter in der Nacht zum Samstag aus einem fahrenden Auto mehrere Schüsse in die Luft abgefeuert. Der Schütze rief „Allahu Akbar“.
Ein Asylant sagte der Polizei, dass gegen 23:05 Uhr ein dunkles Auto an dem Heim vorbeigefahren sei. Der Beifahrer habe sich aus dem Seitenfenster gelehnt und laut gerufen „Allahu Akbar“ (Gott ist groß). Dann feuerte der Beifahrer mehrfach mit einer Pistole in die Luft.
„Die Schüsse seien steil in den Himmel und nicht in Richtung der Unterkunft gerichtet gewesen“, zitiert der Tagesspiegel aus dem Polizeibericht. Anschließend sei das Auto in Richtung Blumberger Damm davongefahren.
Die Polizei konnte auf der Fahrbahn des Glambecker Rings vier Patronenhülsen sicherstellen, die offenbar aus einer Schreckschusswaffe stammen. Der dunkle Wagen konnte nicht gefunden werden.
Die Polizei ermittelt nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Auch der Polizeiliche Staatsschutz wurde informiert.
Waren Schüsse in die Luft Warnung oder Aufmunterung?
Unklar ist derzeit, ob der Vorfall ein Einschüchterungsversuch gegen die Asylanten war oder ob das „Allahu Akbar“ und die Schüsse in die Luft eine Aufmunterung der muslimischen Asylanten sein sollten.
Es war nicht der erste Vorfall an dem Asylheim am Glambecker Ring. Im September hatten Unbekannte eine brennende Bengalo-Fackel über den Zaun des Heims geworfen. Wenige Tage später hatten betrunkene Männer versucht, auf das Gelände der Unterkunft zu gelangen.
Wie berichtet verübten Unbekannte in der Nacht zum Freitag einen Anschlag mit einer Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft in Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg.


