Reportage
Schlägerei mit Flüchtlingskindern an Alfred-Nobel-Oberschule
Am Donnerstagmittag wurden Polizei und Feuerwehr zur Alfred-Nobel-Oberschule am Britzer Damm 164 in Neukölln gerufen. Dort war es im ersten Obergeschoss zu einer Schlägerei zwischen Schülern aus Regelklassen und Schülern aus sogenannten Willkommensklassen gekommen.
UPDATE: Der Streit entstand laut RBB-Abendschau zwischen arabischstämmigen Jugendlichen einer 8. Klasse und jungen Syrern einer Willkommensklasse.
Zwölf Schüler und ein Lehrer wurden verletzt. Elf der Verletzten wurden zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, berichtet die Berliner Morgenpost. Einen weiteren Schüler sowie den verletzten Lehrer behandelte man in der Schule.
Nach Polizeiangaben waren die an der Schlägerei beteiligten Jungen und Mädchen zwischen 12 und 16 Jahre alt. Die Schüler kommen aus fünf verschiedenen Klassen. Die Schlägerei entwickelte sich zwischen Schülern aus Regelklassen und Schülern aus sogenannten Willkommensklassen. Die konkreten Hintergründe für die Schlägerei sind noch unklar.
Das Sekretariat der Schule hatte gegen 11.45 Uhr die Polizei sowie die Feuerwehr alarmiert. Zwar hatte sich die Situation wieder beruhigt, noch bevor die Beamten eintrafen. Doch die Lehrer und die Schulleitung zeigten sich schockiert über diesen Vorfall. So etwas habe es an der Alfred-Nobel-Oberschule in diesem Ausmaß noch nie gegeben.
Die Schulleiterin sagte, es gab zunächst Beleidigungen und Streit zwischen jungen Syrern einer Willkommensklasse und arabischstämmigen Schülern einer 8. Klasse. Dann schlugen die Jugendlichen einander ins Gesicht.
An der Neuköllner Oberschule haben 80 Prozent der 480 Schüler einen Migrationshintergrund. Wegen der Schlägerei entschied die Schulleitung, den Unterricht Donnerstagmittag zu beenden. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung.


