Reportage
Privatsender fordern, ARD oder ZDF abzuschaffen
Die Privatsender fordern einen Teil der Einnahmen aus der Rundfunkgebühr für sich. Dafür könnte man einen der staatlichen Fernsehsender abschaffen. Nur fünf Prozent der Zuschauer von ARD und ZDF sind unter 30 Jahre alt.

Die Privatsender verlangen für sich einen Anteil an den Gebühren des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nicht nur die staatlichen Sender ARD und ZDF sollten von der Rundfunkgebühr profitieren.
„In dem Maße, in dem wir die Grundversorgung vor allem in jungen Segmenten de facto mitübernehmen, finden wir es sachgerecht, dass diese Inhalte aus öffentlichen Mitteln finanziert oder mitfinanziert werden“, sagte ProSieben-Sat1-Vorstand Conrad Albert der Frankfurter Allgemeinen.
Die öffentliche Finanzierung dürfe sich nicht länger an der Institution fest machen, sondern am Inhalt, so Conrad Albert. Jedes Medienhaus, das gesellschaftlich relevante Inhalte liefere, sollte über öffentliche Gelder gefördert werden.
Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag lagen im letzten Jahr bei knapp acht Milliarden Euro, wie der Beitragsservice Ende Juni mitteilte. Der Rundfunkbeitrag beträgt aktuell 17,50 Euro pro Monat. Doch 4,5 Millionen deutsche Haushalte sind säumig beim Rundfunkbeitrag.
Warum leisten wir uns eigentlich zwei Anstalten, ARD und ZDF? Braucht es wirklich acht Milliarden Euro, um den öffentlich-rechtlichen Auftrag zu erfüllen?
ARD und ZDF würden heute nur noch einen Teil der Gesellschaft erreichen, sagte der ProSieben-Sat1-Vorstand
Nur fünf Prozent der Zuschauer von ARD und ZDF sind unter 30 Jahre alt. In der Zielgruppe von 14 bis 29 Jahren erreichen wir mit „Pro7 News“ deutlich mehr Zuschauer als Tagesschau und Heute zusammen.


