Reportage
Qualität der Polizei-Schüler ist erschreckend
Damit die neuen Stellen bei der Polizei besetzt werden können, wurde das Niveau massiv gesenkt. Die Mathe- und Deutschkenntnisse vieler Polizei-Schüler sind erschreckend. Sie begrüßen ihre Lehrer mit „Ey Alter“.

Wegen Massenzuwanderung und offener Grenzen braucht Deutschland nun immer mehr Polizisten. Daher hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (62, CDU) der Bundespolizei für dieses Jahr 1.270 zusätzliche Stellen versprochen. Doch der Polizei-Nachwuchs ist offenbar Grund zur Sorge.
An Bewerbern für den Polizeidienst mangelt es nicht. Bis zu 20.000 junge Menschen schicken jedes Jahr ihre Unterlagen. Doch der Großteil der Bewerber fällt bereits durch den Einstellungstest. Und auch diejenigen, die es durch den Einstellungstest schaffen, sind nicht wie früher.
„Damit die Stellen alle besetzt werden können, wurde der Leistungsschnitt massiv gesenkt“, zitiert Bild einen ranghohen Bundesbeamten. Die Mindestkörpergröße von 1,63 Meter für Frauen und 1,65 für Männer sei abgeschafft worden. Auch das Diktat beim Einstellungstest sei weggefallen.
Musste man früher im Mathe- und Deutschtest eine 3 haben, reicht jetzt eine 4. Die Mindestpunktzahl, die in den Tests erreicht werden muss, wurde von 6,0 auf 4,5 Punkte herabgesetzt.
Die Lehrer werden mit „Ey Alter“ begrüßt, am Sozialverhalten mangelt es bei einigen stark. Und solche Menschen sollen das Land schützen, dürfen eine Waffe tragen.
Laut dem aktuellsten Bericht aus dem Jahr 2015 hat die Bundespolizei insgesamt 40.866 Mitarbeiter. Im letzten Jahr wurden 2.387 Bewerber als Anwärter eingestellt. Im Jahr 2006 waren es noch weniger 500. Aktuell sind rund 4.000 junge Leute in der Ausbildung. Fast jeder fünfte Anwärter (18 Prozent) schafft die Ausbildung nicht.
Während der Ausbildung müssen die Lehrer ihre Polizei-Schüler einschätzen. In geheimen Protokollen bewerten sie die Mitarbeit und das soziale Verhalten. Dies sind Auszüge eines aktuellen Jahrgangs:
„Um intensive mündliche Beteiligung bemüht, zumeist Quantität vor Qualität, einfacher Wortschatz mit Fehlern behaftet, schriftliche Leistungen im ungenügenden bis ausreichenden Bereich.“
„Wenig bis keine mündliche Beteiligung, Zusammenhänge werden nicht immer zeitnah erkannt, drückt sich schlicht und wenig flüssig aus, schriftliche Leistungen im mangelhaften bis befriedigenden Bereich.“
„Körpersprache wirkt desinteressierter als seine geistige Anwesenheit, gelegentliche mündliche Beteiligung, dann verständlich mit brauchbaren Ergebnissen.“
„Arbeitet wenig konzentriert mit, nur wenig verwertbare Beiträge, formuliert überwiegend ungenau und fehlerhaft, wirkt schwunglos.“
„Gelegentliche bis rege mündliche Beteiligung, selten sorgfältig und genügend zweckmäßig, fehlerhaft und wenig flüssig im Ausdruck.“


