Reportage
Polizei lässt 1.-Mai-Demo durchs Myfest laufen
Trotz fehlender Anmeldung durfte die „Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration“ mit bis zu 15.000 Teilnehmern durch die Berliner Stadtteile Kreuzberg und Neukölln und durch das Myfest ziehen. Die Polizei konnte Ausschreitungen verhindern.

Bis zu 15.000 Linksradikale nahmen am 1. Mai bei der nicht angemeldeten „Revolutionären 1.-Mai-Demonstration“ durch die Berliner Stadtteile Kreuzberg und Neukölln teil. Vereinzelt gab es Flaschenwürfe, Rangeleien und Festnahmen.
Die Demonstration startete gegen 18:45 Uhr am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg mit rund 3.000 Teilnehmern. Trotz fehlender Anmeldung ließ die Polizei die Demonstranten ziehen, nach eigenen Angaben, um zu deeskalieren.
Bereits zu Beginn der Demonstration wurden Rauchbomben und Pyrotechnik gezündet. Da sich dem Zug viele Festbesucher anschlossen, wuchs die Zahl der Demonstranten nach Schätzungen der Polizei auf bis zu 15.000 Personen, darunter bis zu 2.000 gewaltbereite Personen.
Die Strecke führte wie angekündigt mitten durch das Myfest. Etwa 250 der Demonstranten in der Spitze des Umzugs galten laut Ermittlern als extrem gewaltbereit. Sie waren Großteils vermummt und verbal aggressiv.
Bis zum Endpunkt der „Revolutionären 1.-Mai-Demonstration“ am Spreewaldplatz blieb die Veranstaltung weitestgehend friedlich. Dort gab es nach Rangeleien und Flaschenwürfen jedoch auch 40 Festnahmen und mehrere verletzte Polizisten.
Am Montagabend zog Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt per Twitter-Video eine positive Bilanz des Polizeieinsatzes. „Wir können alle stolz sein auf das, was heute geleistet worden ist“, sagte er. Die Kollegen hätten einen tollen Job gemacht.
Kurze Botschaft unseres Präsidenten an alle 5.400 Kolleg., die heute rund um den #1Mai für Sie im Einsatz waren und sind.#b0105 pic.twitter.com/xsqY9OSd4I
— PolizeiBerlinEinsatz (@PolizeiBerlin_E) May 1, 2017


