Reportage
Philipp Lahm warnt vor rechten Populisten
Der frühere Nationalspieler Philipp Lahm ist in Sorge wegen der kommenden Bundestagswahlen. Deutschland dürfe nicht rechts werden, sondern müsse ein weltoffenes Land bleiben.

Der deutsche Starfußballer Philipp Lahm warnt vor einem Rechtsruck. „Wir alle haben Jahre dafür gearbeitet, dass Deutschland ein weltoffenes Land geworden ist“, sagte der Mannschaftskapitän des FC Bayern München gegenüber der Welt am Sonntag.
„Ich denke, was vermutlich die meisten von uns denken: dass Deutschland nicht rechts werden darf, dass nicht die Falschen, die Populisten, mehr Macht bekommen dürfen“, sagte Philipp Lahm und lobte die offenen Gesellschaft. „Wir sollten alles dafür tun, dass das auch so bleibt.“
Besorgt äußerte sich der 33-jährige frühere deutsche Nationalspieler auch wegen des Erstarkens extrem rechter Parteien in europäischen Nachbarländern wie Frankreich und Holland.
Bei der Wahl in den Niederlanden seien die „Rechtspopulisten“ von Geert Wilders „Gott sei Dank“ nicht so stark gewesen, „wie befürchtet“, sagte Philipp Lahm, der als rechter und als linker Außenverteidiger spielen kann sowie auch im defensiven Mittelfeld.
Mit Sorge blickt er ins Wahljahr 2017. „Im Frühjahr wählt Frankreich, im Herbst Deutschland. Ich denke, es ist wichtig, dass wir nicht nur alle darüber nachdenken, sondern vor allem darüber sprechen.“
Die AfD, auf Philipp Lahm hier offensichtlich redet, ist in den letzten Wahlumfragen deutlich abgestürzt. Die am Samstag veröffentlichte Emnid-Umfrage zeigt weiterhin eine knappe Mehrheit für Rot-Rot-Grün.
- SPD 33 Prozent (0)
- CDU/CSU 33 Prozent (0)
- AfD 8 Prozent (-1)
- Die Linke 8 Prozent (0)
- Grüne 7 Prozent (-1)
- FDP 6 Prozent (+1)
- Sonstige 5 Prozent (+1)
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat diese Woche bereits die Erwartung ausgesprochen, dass die AfD wohl erneut an der 5-Prozent-Hürde scheitern wird.


