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Reportage

Neue Sex-Übergriffe: Engländerin am Kotti, Hochschwangere in Lübben, Heim-Mitarbeiterinnen in Eisenhüttenstadt

Von Thomas Breithaupt · · 8 Min. Lesezeit

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Am Donnerstag belästigte ein Libyer (25) eine Engländerin mit deutschem Pass (23) auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg und verfolgte sie. Als sie um Hilf schrie, half ihr ein Passant. Der Libyer wurde kurz darauf in Friedrichshain festgenommen. (Foto: Wikipedia/Axel Maurszat)
Am Donnerstag belästigte ein Libyer (25) eine Engländerin mit deutschem Pass (23) auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg und verfolgte sie. Als sie um Hilf schrie, half ihr ein Passant. Der Libyer wurde kurz darauf in  Friedrichshain festgenommen. (Foto: Wikipedia/Axel Maurszat)
Am Donnerstag belästigte ein Libyer (25) eine Engländerin mit deutschem Pass (23) auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg und verfolgte sie. Als sie um Hilfe schrie, half ihr ein Passant. Der Libyer wurde kurz darauf in Friedrichshain festgenommen. (Foto: Wikipedia/Axel Mauruszat)

Diese Woche wurden neue sexuelle Übergriffe von Ausländern auf junge Frauen und Mädchen bekannt. Es gab drei Festnahmen. Die Taten geschahen in Berlin, Lübben, Eisenhüttenstadt, Hamburg und im Raum Trier.

Auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg, wo bereits in der Silvesternacht eine Gruppe Araber eine Touristin bedrängt hatte, wurde diese Woche eine 23jährige Engländerin von einem 25jährigen Libyer sexuell belästigt und geschlagen.

Am U-und-S-Bahnhof Warschauer Straße in Friedrichshain wurde eine 19-Jährige von 6 Männern am Oberarm festgehalten, sexuell belästigt und ausgeraubt.

Vor einer Seniorendresidenz in Lübben im Spreewald (Land Brandenburg) umzingelten ebenfalls diese Woche 6 Nordafrikaner gar eine 18jährige Hochschwangere und befummelten sie unsittlich. Und in der Zentralen Ausländerbehörde in Eisenhüttenstadt Unterschleuse im Landkreis Oder-Spree (Land Brandenburg) wurden fünf Mitarbeiterinnen von einem Libanesen begrapscht.

Auf dem Hamburger Hauptbahnhof küsste ein Afghane eine 21-Jährige gegen ihren Willen und verfolgte sie.

Ein Syrer und ein Tunesier aus Asylheimen im Saarland belästigten in Zügen junge Mädchen und beraubten sie.

In Berlin erwägt der zuständige Innensenator Frank Henkel (CDU) eine Ausweitung der Speicherung von Aufzeichungen aus Überwachungskameras von derzeit 48 Stunden auf vier oder fünf Tage. Der U-Bahnhof Kottbusser Tor wird komplett mit Kameras überwacht, was im konkreten Fall aus der Silvesternacht aber nichts nützt: Die Frau hatte die Tat erst nach sechs Tagen angezeigt.

Im neuen Fall von dieser Woche halfen Zeugen für eine schnelle Aufklärung. Hier die Fälle im einzelnen.

Jüngster Berliner Fall am Kotti (U-Bahnhof):

Libyer belästigte Engländerin und schlug sie auf den Kopf – Festnahme

Polizisten einer Einsatzhundertschaft konnten Donnerstagnacht (21. Januar 2016) in Friedrichshain einen Libyer (25) festnehnen, der zuvor nach Zeugenaussagen, die ihn wiedererkannten, eine junge Engländerin (23) mit deutschem Pass belästigt und verletzt haben soll.

Die Berliner Polizei teilte am Freitag (22. Januar 2016) dazu mit (Auszug): „Den derzeitigen Ermittlungen zufolge und den Schilderungen von Zeugen war die 23-Jährige in Kreuzberg gegen 22.40 Uhr auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor unterwegs, als ein Unbekannter sie zunächst sexuell belästigte. Sie verbat sich dies, worauf der Tatverdächtige sie gegen den Kopf schlug. Mit lauten Hilferufen machte die junge Frau auf den Angriff aufmerksam.

Ein 23jähriger Passant ging dazwischen und stellte sich schützend vor das Opfer. Nun griff der Begleiter des Angreifers ein, ermöglichte so zunächst die Flucht des Mannes und rannte schließlich ebenfalls davon. Anhand der guten Personenbeschreibungen der Zeugen stellten Einsatzkräfte der 13. Einsatzhundertschaft einen 25 Jahre alten Tatverdächtigen in der Revaler Ecke Warschauer Straße, den die Zeugen später als den Tatverdächtigen identifizierten. Das Opfer erlitt leichte Verletzungen am Kopf und lehnte eine erste ärztliche Versorgung ab. Bei seiner Festnahme klagte wiederum der mutmaßliche Täter über starkes Unwohlsein, übergab sich und erlitt einen Kreislaufzusammenbruch. In einem Krankenhaus versorgten Ärzte den Festgenommenen. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung entließen die Beamten den Mann. Die Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Berlin.“

Ein 2. Berliner Fall aus Friedrichshain:

Es geschah letzten Sonntag vor dem Bahnhof Warschauer Straße:

Die Berliner Polizei teilte dazu mit: Am Sonntagmorgen (17. Januar 2016) „sollen drei Männer eine Frau in Friedrichshain beraubt haben und anschließend geflüchtet sein. Nach Angaben der 19-Jährigen sei sie gegen 6 Uhr auf dem Weg zum Bahnhof Warschauer Straße gewesen, als sie plötzlich am Oberarm festgehalten worden sein soll. Die Männergruppe sei geflüchtet, nachdem es der Frau gelang sich loszureißen. Weiterhin gab sie an, sexuell belästigt worden zu sein. Anschließend stellte sie den Diebstahl ihres Mobiltelefons und des Portemonnaies fest. Die junge Frau blieb unverletzt und erstattete auf einem Polizeiabschnitt Anzeige. Die Ermittlungen übernahm ein Raubkommissariat der Direktion 5.“ 

Ein Fall von dieser Woche aus dem Spreewald:

In Lübben im brandenburgischen Spreewald wurde gar eine 18jährige Hochschwangere nach ihren Angaben auf der Polizeiwache von sechs Ausländern arabischer oder nordafrikanischer Herkunft am vergangenen Dienstag am hellichten Tag um 9:30 Uhr an der Bergstraße vor einer Seniorenresidenz umringt, bedrängt, gestoßen und unsittlich berührt, wie gestern rbb aktuell und die Lausitzer Rundschau berichteten. Dabei sei die Frau leicht verletzt worden. Erst als ein deutscher Passant einschritt, hätten die Männer von ihr abgelassen. Die Frau hatte den Vorfall am nächsten Tag auf Facebook gepostet. Dort machte man ihr Mut, zur Polizei zu gehen, was sie dann am gestrigen Freitag tat.

In diesem Zusammenhang fragt die Polizei: „Wer war der Mann, der der jungen Frau zu Hilfe kam? Wer hat den Vorfall beobachtet oder kann Hinweise zu den Tätern bzw. anderen beteiligten Personen geben? Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen unter der Rufnummer 03375 2700 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. Nutzen Sie auch das Internet unter www.polizei.brandenburg.de.“

Ein 2. Fall von dieser Woche aus Brandenburg:

5 Strafanzeigen von Behördenmitarbeiterinnen gegen einen Libanesen in Eisenhüttenstadt Unterschleuse.

Die Polizeidirektion Ost des Landes Brandenburg aus Frankfurt/Oder teilte mit: „Die Polizei ermittelt seit dem Abend des 21.01.2016 zu einem Verdacht der Beleidigung auf sexueller Grundlage und Nötigung in mehreren Fällen. Demnach soll ein libanesischer Mitarbeiter einer Hilfsorganisation in der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) Eisenhüttenstadt am Standort Unterschleuse mehrere Frauen, die dort ehren- bzw. hauptamtlich in der Flüchtlingsbetreuung tätig sind, verbal belästigt und unsittlich berührt haben. Bislang liegen zu den Tatvorwürfen fünf Strafanzeigen vor. Kriminalisten der Polizeiinspektion Oder-Spree/Frankfurt (Oder) führen die Untersuchungen in dieser Sache. Die ZABH hat heute als Sofortmaßnahme mit der Anordnung eines Hausverbotes gegen den Tatverdächtigen, das diesem den Zutritt zu allen Liegenschaften der ZABH untersagt, reagiert.“

Diese Woche eine Festnahme eines Afghanen in Hamburg:

Auf dem Hamburger Hauptbahnhof nahm die Bundespolzei am Donnerstag einen Afghanen (23) aus einer Erstaufnahmeinrichtung fest, der dort kurz zuvor eine Frau (21) auf den Mund küsste und verfolgte.

Die Bundespolizei ermittelt gegen den Asylsuchenden wegen Beleidigung auf sexueller Basis im Hamburger Hauptbahnhof.

Pressesprecher Rüdiger Carstens von der Bundespolizeiinspektion Hamburg teilte mit: „Nach jetzigem Sachstand der Hamburger Bundespolizei wurde eine Frau (21) am 21.01.2016 gegen 19.20 Uhr im Hamburger Hauptbahnhof auf sexueller Basis beleidigt. Die Geschädigte befand sich auf dem Weg zum S-Bahnsteig 2 und wurde plötzlich von hinten von einem ihr unbekannten Mann umfasst und gegen ihren Willen auf den Mund geküsst. Umgehend stieß die Geschädigte den Beschuldigten von sich und gab dem Mann eindeutig zu verstehen, dass sie nicht angefasst werden möchte.

Die junge Frau wollte sich entfernen und wurde noch kurze Zeit von dem mutmaßlichen Täter verfolgt und mit anzüglichen Ansprachen (in englischer Sprache) belästigt. Die Geschädigte meldete den Vorfall umgehend in der Sicherheitswache am Hauptbahnhof.

Im Rahmen einer Fahndung konnte der mutmaßliche Täter am Hauptbahnhof durch eingesetzte Bundespolizisten gestellt und vorläufig festgenommen werden. Nach Zuführung zum Bundespolizeirevier ergab ein durchgeführter Atemalkoholtest einen Wert von 1,69 Promille. Zunächst wurde der Beschuldigte zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen. Über das LKA wurde eine erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt. Gegen den afghanischen Staatsangehörigen (23) aus einer Erstaufnahmeeinrichtung in Hamburg leiteten Bundespolizisten entsprechende Strafverfahren (Verdacht auf Beleidigung, Nötigung) ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Beschuldigte wieder entlassen. Die weiteren Ermittlungen werden von der Bundespolizeiinspektion Hamburg in enger Abstimmung mit dem LKA geführt.“

Diese Woche U-Haft für einen Syrer im Saarland:

Zwei Asylanten aus dem Saarland, ein Syrer, 29, aus Merzig und ein Tunesier, 28, aus Perl, belästigten Anfang Januar  Mädchen in Zügen zwischen Serrig (Rheinland-Pfalz) und Merzig (Saarland) – der Syrer wurde geschnappt. Nach dem Tunesier wird gefahndet.

Polizeihauptkommissar Rudolf Höser, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektionen Koblenz und Trier (beide in Rheinland-Pfalz), teilte mit: Die Bundespolizei Trier hat am Freitagmorgen (22. Januar 2016) „einen Tatverdächtigen zur Untersuchungshaft in das Trierer Gefängnis eingeliefert. Der 29 Jahre alte Syrer steht im Verdacht, am Freitag, 8. Januar 2016, gemeinsam mit einem zweiten Tatverdächtigen, in zwei Fällen Mädchen in Zügen der DB AG zwischen Serrig und Merzig körperlich bedrängt und belästigt zu haben.

Außerdem hatte einer der Tatverdächtigen einem der Mädchen das Handy aus der Hand genommen und ihr, nachdem sie das Telefon wieder an sich genommen hatte, den Weg zum Ausgang des Zuges versperrt. In einem weiteren Fall griff einer der Tatverdächtigen dem 17-jährigen Tatopfer unvermittelt zwischen die Beine und an die Brust.

Die Bundespolizei hat auch den zweiten Tatverdächtigen identifiziert. Nach dem 28 Jahre alten Tunesier wird gefahndet. Beide befinden sich im Asylverfahren.

Nachdem die zwei Mädchen Anzeige bei der Polizei in Saarburg und bei der Bundespolizei in Trier erstattet hatten, ermittelte die Bundespolizei mit Hochdruck. Videos aus Zügen wurden ausgewertet, über die Medien wurden Zeugen gesucht, die Geschädigten wurden vernommen. So konnten die beiden Männer als Tatverdächtige ermittelt werden. Die Hinweise und Spuren führten die Ermittler der Bundespolizei nach Merzig und Perl.

Am Donnerstagnachmittag wurde der Tatverdächtige Syrer in der Stadtmitte von Merzig erkannt und auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Trier von der Polizei festgenommen.

Am Freitagmorgen wurde der Mann von der Bundespolizei dem Haftrichter beim Amtsgericht Trier vorgeführt. Der erließ Haftbefehl wegen Nötigung und tätlicher Beleidigung und ordnete Untersuchungshaft für beide Tatverdächtigen an.“

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