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Nato-Einsatz in der Ägäis zeigt keine Wirkung

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Nato-Einsatz in der Ägäis zeigt keine Wirkung
Trotz des Nato-Einsatzes in der Ägäis ist die Zahl der Eindringlinge nach Griechenland nicht gesunken. (Screenshot: YouTube/speaker-search Sprecheragentur & Tonstudio GmbH)
Nato-Einsatz in der Ägäis zeigt keine Wirkung
Trotz des Nato-Einsatzes in der Ägäis ist die Zahl der Eindringlinge nach Griechenland nicht gesunken. (Screenshot: YouTube/speaker-search Sprecheragentur & Tonstudio GmbH)

Der Nato ist es bisher nicht gelungen, den Strom der Eindringlinge von der Türkei nach Griechenland einzudämmen. In der ersten Woche ihres Einsatzes mit sieben Schiffen in der Ägäis unterschieden sich die Zahlen kaum von denen der Vorwoche.

Das Militärbündnis erklärt ihren Misserfolg damit, dass sich die Schleuser in der Türkei auf den Einsatz des Verteidigungsbündnisses eingestellt haben. Den Schleusern gelinge es immer wieder, den Nato-Schiffen auszuweichen. Weiterhin erreichen 20 bis 40 Flüchtlingsboote pro Tag die griechischen Küsten.

„Schleuser sind sehr flexibel“

„Wenn wir da sind, wirkt das. Aber die Schleuser sind sehr flexibel und verlagern ihre Schwerpunkte“, zitiert die Frankfurter Allgemeine den Flottillenadmiral Jörg Klein. Der Nato-Kommandeur ist derzeit mit dem Versorgungsschiff „Bonn“ in der Ägäis unterwegs.

Seiner Ansicht nach reicht die Präsenz an einzelnen Küstenabschnitten nicht aus. „Wenn sie Lesbos abriegeln, dann ist zu erwarten, dass sich die Flüchtlingsströme andere Wege suchen.“ Deswegen sei es sinnvoll und auch geplant, die Aktivitäten möglichst rasch auf weitere Küstengewässer in der Ägäis auszuweiten.

Das Versagen der Nato

Bisher überwacht der Verband nur die Gewässer zwischen der Türkei und Lesbos. Aber selbst dort hat die Zahl der Eindringlinge nicht abgenommen. Flottillenadmiral Jörg Klein hält es dennoch für verfrüht, aus diesem klaren Misserfolg Schlüsse zu ziehen.

Denn die Grenzverletzungen werden nach Ansicht des Nato-Kommandeurs auch von der Logistik der Schleuser, den Wetterbedingungen oder der Kommunikation über soziale Medien beeinflusst. Die Kooperation mit den Küstenwachen Griechenlands und der Türkei nannte er „ausgezeichnet“.

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Thomas Breithaupt

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