Reportage
Müllers neuer Dienstwagen: 325.000 Euro, 530 PS

Müllers neuer Dienstwagen
Der neue Dienstwagen von Berlins Senatschef Michael Müller ist eine Spezialanfertigung von Mercedes. Als Bürgermeister der Hauptstadt gönnt sich der SPD Mann einen neuen Mercedes als Dienstwagen, und löst damit den alten Audi von seinem Dienst ab.
Amerika macht es vor: Obama wird in der berühmten Staatskarosse „The Beast“ (das Tier) von Meeting zu Meeting kutschiert. Der Cadillac wiegt satte acht Tonnen und ist so sicher wie ein Panzer. Dieses Level an Sicherheit wollen nun auch deutsche Politiker.
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller bekommt noch vor den diesjährigen Weihnachtstagen einen Mercedes S 600 Guard. Somit wird die Tradition von Willy Brandt weitergeführt, denn schon er fuhr einen Mercedes, so die Berliner Morgenpost. Ganze neun Monate wurde an der Speziallimousine gebastelt – jetzt kann sie schon bald ausgeliefert werden.
Wowereit, Müllers Amtsvorgänger, fuhr noch einen Audi A8. Seit dem Mercedes aber 500 Millionen Euro in ein Motorenwerk nahe Berlin investierte, fühlt sich die Regierung in der Hauptstadt zu der exklusiven Automarke hingezogen. „Bei Mercedes handelt es sich um ein Unternehmen, das in Berlin Arbeitsplätze schafft. Das hat in die Entscheidung mit hineingespielt“, so das Rote Rathaus. Für die nächsten drei Jahre wird der S 600 Guard geleast werden. Was danach kommt, sei noch offen.
Eine rollende Festung
Wie sicher wäre eine Festung, wenn man ihre Baupläne veröffentlichen würde? Das dachte sich auch das Stuttgarter Unternehmen und hüllt sich zu den genauen Detail der Limousine in Schweigen. Man weiß nur wenige Details über das Sicherheitsfahrzeug.
Der neue Mercedes S 600 Guard soll mit 530 PS angeliefert werden; Spitzengeschwindigkeit: 210 Kilometer pro Stunde. Offensichtliche Sicherheitsmerkmale sind kugelsichere Fensterscheiben und eine in den Boden eingearbeitete Metallplatte. Außerdem kommt das Fahrzeug mit einem speziell ausgebildeten Fahrer, der auch in brenzligen Situationen die Ruhe bewahrt.
Selbst der Preis soll ein Geheimnis bleiben. Man weiß allerdings, dass die Einstiegsvariante der S 600er Serie bei 160.000 Euro liegt. Im obersten Segment findet man die gepanzerten Maybach-Spitzenversion, welche für 500.000 Euro verkauft wird. Die „Bild“ Zeitung geht davon aus, dass Müllers Dienstwagen wohl in der Mitte liegt. Aus anonymen Quellen sickerte ein Preis von 325.000 Euro durch.
Schutzklasse VR9
Eine der höchsten Sicherheitsstufen ist die Schutzklasse VR9. Um diese zu erreichen, muss ein Fahrzeug dem Beschuss eines Nato-Sturmgewehrs mit Stahlhartkern-Munition standhalten können.
In ballistischen Prüfverfahren wurde der S 600 aus allen möglichen Winkeln beschossen, um auch im Ernstfall maximale Sicherheit zu garantieren. Müllers neues Auto konnte dem Test standhalten und erfüllt alle Voraussetzungen; und ist damit wahrscheinlich eines der sichersten Fahrzeuge in Berlin.


