Reportage
Bundesdrogenbeauftragte plant Rauchverbot im Auto
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler (CSU) treibt das Rauchverbot im Auto voran. Es gehe darum, Kinder vor dem Qualm zu schützen.

Ab Freitag, den 20. Mai, gelten in der ganzen EU neue Beschränkungen für Tabakwaren. Dann werden auch deutsche Raucher auf den Zigarettenpäckchen Aufnahmen von verfaulten Zähnen oder Raucherlungen gezeigt.
Zwei Drittel der Vorder- und der Rückseite einer Zigarettenschachtel werden künftig mit den Bildern und Warnhinweisen bedeckt sein. Doch aus Sicht der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) sind diese Maßnahmen nicht ausreichend.
„Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko bei uns“, sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, die mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zusammenarbeitet. In Deutschland sei die Gesetzgebung bisher deutlich lockerer als in anderen Ländern.
Marlene Mortler will Rauchverbot im Auto
Daher will die Drogenbeauftragte der Bundesregierung nun gegen das Qualmen im Auto vorgehen. Die CSU-Bundestagsabgeordnete will das Rauchen beim Autofahren verbieten, zumindest aber ächten.
„Ich kann mir ein Verbot gut vorstellen“, sagte sie der WirtschaftsWoche. In anderen Ländern werde dies auch angestrebt. Ziel sei es, Kinder vor dem schädlichen Qualm zu schützen. Im Sommer will Marlene Mortler zunächst eine Informationskampagne starten, „damit Väter und Mütter sensibilisiert werden, nicht im Auto zu rauchen“.


