Reportage
London: Terrorist mit Bart tötet drei Menschen
Die Polizei hat den Terroristen von London erschossen, nachdem dieser bereits drei Menschen getötet und mindestens 20 teils schwer verletzt hatte. Es ist genau ein Jahr nach den Terroranschlägen von Brüssel.

UPDATE: Die Zahl der Opfer des Anschlags hat sich auf vier erhöht. Hinzu kommt der getötete Attentäter. Zudem ist die Zahl der Verletzten auf 40 gestiegen. Bei dem getöteten Polizisten handelt es sich um die 48-jährigen Ehemann und Vater Keith Palmer. UPDATE ENDE
Am Mittwoch gab es im Zentrum von London zwei Terroranschläge. Unter den vier Toten sind auch der Attentäter selbst sowie ein Polizist. Mindestens 20 weitere Menschen wurden teils schwer verletzt. Scotland Yard geht von einem Einzeltäter aus.
Zunächst tötete am Nachmittag ein Autofahrer mit seinem Fahrzeug auf der Brücke neben dem Parlament zwei Personen und verletzte mehrere Menschen, darunter drei Polizisten, zitiert SPON einen Sprecher von Scotland Yard.
Dann fuhr der Terrorist das Auto in den Zaun des Parlaments. Auf dem Parlamentsgelände tötete er einen Polizisten mit einem Messer und wurde daraufhin von anderen Polizisten niedergeschossen.
Die britische Polizei sagte, die Öffentlichkeit solle die Gegend um das Parlament und die in der Nähe liegenden Brücken meiden. In ganz London seien zusätzliche bewaffnete und unbewaffnete Beamte im Einsatz.
Premierministerin Theresa May wurde vom Parlament in den Regierungssitz in der Downing Street 10 gebracht und verfolge die Lage von dort. Ihr für den Abend geplantes Treffen mit Luxemburgs Regierungschef Xavier Bettel wurde abgesagt.
London war zuletzt im Jahr 2005 zum Ziel eines Terroranschlags geworden. Damals zündeten vier Terroristen in der U-Bahn und in einem Bus mehrere Sprengsätze. Insgesamt 56 Menschen starben und etwa 700 Menschen wurden verletzt.
Genau vor einem Jahr waren die Terroranschläge von Brüssel mit 32 Toten und mehr als 300 Verletzten. Am 22. März 2016 sprengten sich dort zwei Selbstmordattentäter in der Abflughalle des Brüsseler Flughafens Zaventem in die Luft, eine dritte Bombe explodierte in einer Metrostation.
Korrektur: Zuvor hatten wir unter Bezug auf falsche Quellen irrtümlich berichtet, dass es sich beim Täter um den Prediger Abu Izzadeen handelt. Dies ist jedoch nicht der Fall, trotz der äußerlichen Ähnlichkeit. Der Prediger Abu Izzadeen ist derzeit im Gefängnis.


