Reportage
Linksextreme planen illegale 1.-Mai-Demo durch Berlin
Die Veranstalter wollen ihre linksextreme 1.-Mai-Demo in diesem Jahr nicht bei der Polizei anmelden. Sie wollen möglicherweise auch durch das Straßenfest „Myfest“ ziehen. Es drohen schlimme Ausschreitungen.

Die alljährliche linksextreme Demonstration zum 1. Mai wird dieses Jahr nicht angemeldet, was eigentlich illegal ist. Zudem soll die Strecke auch nicht vorher mit der Polizei abgestimmt werden. Das teilten die Veranstalter am Montag mit. Sie rechnen erneut mit vielen tausend Teilnehmern.
Die Demonstration solle um 18 Uhr am Oranienplatz in Berlin-Kreuzberg beginnen und in Berlin-Neukölln enden, zitiert die B.Z. einen Sprecher der Veranstalter. Man wolle möglicherweise auch durch das Straßenfest „Myfest“ ziehen, das mit Zehntausenden Besuchern in der Oranienstraße und Umgebung stattfindet.
Die Polizei hatte eine Strecke durch das Zentrum von Kreuzberg und durch das „Myfest“ in der Vergangenheit meist abgelehnt. Dadurch konnten die früher heftigen Gewaltausbrüche der Linksautonomen und die von ihnen begonnenen Straßenschlachten mit der Polizei zumindest verringert werden.
In diesem Jahr jährt sich der erste Gewaltausbruch am 1. Mai in Kreuzberg zum 30. Mal. Im Jahr 1987 starteten die Linksextremen stundenlange heftige Krawalle und Straßenschlachten mit der Polizei. Auch in den Folgejahren gab es immer wieder Angriffe auf die Polizei mit Hunderten Verletzten.


