Reportage
Linke Gewalttäter machen Randale bei Pogida-Demo

Am Montag fand in Potsdam der erste Abendspaziergang nach dem Vorbild der Pegida-Bewegung in Dresden statt. Dabei kam es zu Ausschreitungen zwischen linken Gewalttätern und der Polizei.
Es waren rund 120 Teilnehmer gekommen, die vom Bassinplatz über die Brandenburger Straße ziehen wollten, berichtet der Tagesspiegel. Das Motto des Abends lautete: „Potsdam gegen die Islamisierung des Abendlandes“, kurz: Pogida. Rund 500 linke Gegendemonstranten riefen Slogans gegen wie „Pogida, Rassistenpack – wir haben euch zum Kotzen satt“.
Linke verhindern Pogida-Demo
Nach 19 Uhr bewarfen linke Gewalttäter die friedlichen Pogida-Anhänger mit Böllern und Flaschen. Die linken Gewalttäter griffen auch Polizisten an. Gegen 20.30 Uhr griffen sie einen weiteren Bus mit Pogida-Anhängern an und blockierten ihn. Dazu warfen sie unter anderem Tische, Bänke, Stühle und Mülltonnen um.
Zwar setzte die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Doch die linken Gewalttäter konnten sich durchsetzen. Das Ganze erinnerte fast schon an den linken Straßenterror von Leipzig Mitte Dezember.
Der Bus mit den Pogida-Demonstranten musste abdrehen. Zudem mussten die Pogida-Demonstranten stundenlang auf dem Bassinplatz ausharren. Eine Demonstration war nicht mehr möglich.
Erst kurz nach 22 Uhr machte die Polizei den Pogida-Demonstranten den Weg frei und führte sie durch die Gegendemonstranten. Von dort wurden sie zur Abreise zum Potsdamer Hauptbahnhof geleitet.
Auf dem Weg zum Hauptbahnhof griffen die linken Gewalttäter immer wieder an und randalierten. Sie zerrten Bauzäune, Fahrradständer und Betonklötze auf die Straße und bewarfen die Pogida-Demonstranten mit Gegenständen.
Die Beamten setzten erneut Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Vereinzelt gab es sogar Festnahmen und Verletzte durch Pfefferspray. Dennoch haben die linken Gewalttäter ihr Ziel erreicht.
Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) lobte, dass es erneut gelungen ist, einen rechten „Aufmarsch“ zu verhindern.
Sachbeschädigung, Körperverletzung, Landfriedensbruch
Nun ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigungen, Körperverletzungen und Landfriedensbruch, teilte sie in der Nacht mit. Aufgrund der linken Randale kam es in der Innenstadt zu erheblichen Störungen des öffentlichen Personennahverkehrs, zwischenzeitlich wurde der Verkehr ganz eingestellt.
Die Polizei hatte schon im Vorfeld der Demonstration Gewalt gefürchtet. Die Potsdamer Antifa hatte am Sonntag zu Gewalt aufgerufen. Sie erinnerte an eine NPD-Demonstration vor Weihnachten, bei der linke Gewalttäter einen Bus beworfen hatten, sodass Scheiben des Fahrzeugs beschädigt wurden.


