Reportage
Klarer Sieg: Emmanuel Macron ist neuer Präsident
Mit rund zwei Drittel der Stimmen hat sich Emmanuel Macron bei der Wahl zum neuen französischen Präsidenten gegen die Nationalistin Marine Le Pen durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung war mit 75 Prozent so niedrig wie zuletzt 1969.

Knapp 47 Millionen Franzosen waren am Sonntag aufgerufen, in einer Stichwahl ihren neuen Präsidenten zu bestimmen. Dabei setzte sich der sozialliberale Ex-Wirtschaftsminister und Ex-Rothschild-Banker Emmanuel Macron (39) gegen die Chefin des Front National Marine Le Pen (48) durch.
Knapp zwei Drittel der gültigen Stimmen gingen an Emmanuel Macron, welcher der bisher jüngste französische Präsident sein wird. Marine Le Pen musste sich mit nur gut einem Drittel der Stimmen geschlagen geben. Gleich nach den ersten Ergebnissen gratuliert sie ihrem Konkurrenten telefonisch.
Die Wahlbeteiligung lag mit rund 75 Prozent so niedrig wie seit 1969 nicht mehr. Emmanuel Macron wird sein Amt spätestens am 14. Mai antreten. Als nächstes stehen im Juni Parlamentswahlen an. Es ist zu erwarten, dass der neue Premier nicht aus Emmanuel Macrons Bewegung „En Marche!“ kommt, sondern aus einem anderen politischen Lager.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier schrieb, er freue sich, dass sich die Franzosen „mehrheitlich für Weltoffenheit, ein vereinigtes Europa und die enge und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Deutschland entschieden haben“. Der Euro kletterte an den Börsen in Asien auf ein neues Sechs-Monats-Hoch.


