Reportage
Kann uns die Mafia vor dem muslimischen Terror schützen?
„Der Aufstieg des globalen Terrorismus gibt der Mafia die Chance, ihre gute Seite zu zeigen“, sagte Giovanni Gambino im Interview mit NBC News. Sein Vater Francesco Gambino arbeitete für John Gotti, Chef der Gambino-Familie und bekanntester amerikanischer Mafioso nach Al Capone.
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Die muslimischen Angriffe auf Paris hätten gezeigt, dass Schutz heute extrem wichtig ist. ISIS hat Angst vor der Sizilianischen Mafia, sagt Giovanni Gambino. Deshalb gebe es keine Terrorzellen und keine Terroranschläge auf Sizilien. Und aus Angst vor der Sizilianischen Mafia hielten sich die Terroristen aus dem Mittleren Osten auch von New York fern.
Die staatlichen Sicherheitsbehörden wie das FBI und das amerikanische Heimatschutzministerium handeln oft zu spät, sagt Giovanni Gambino, obwohl sie über die besten Technologien verfügten. Denn es fehle ihnen an „menschlicher Intelligenz“.
Die Mafia und ihre Verbündeten hingegen hätten einen besseren Einblick. In den Teilen New Yorks, wo der Sizilianische Einfluss stark ist, werde ISIS nicht in Lage sein, sich auszubreiten. „Wir sorgen dafür, dass unsere Freunde und Familien geschützt sind vor Extremisten und Terroristen, vor allem vor der psychopathischen Organisation, die sich Islamischer Staat nennt.“
Die Sizilianische Mafia sei im 19. Jahrhundert entstanden, als die Franzosen Sizilien eroberten und sizilianische Frauen vergewaltigten, sagt Giovanni Gambino. Als Reaktion darauf habe die Mafia begonnen, sich gegen die Unterdrückung der fremden Eindringlinge zur Wehr zu setzen.
Ähnliches geschieht heute auch in Deutschland. Die Bürger erleben „den Schutz des Staates nicht mehr als leistungsfähig“, sagte kürzlich der Chef des Bundes der Deutschen Kriminalbeamten. Denn immer mehr Bundesländer bauten massiv Polizei ab. Als Reaktion liefen nun „Bürgerwehren Streife durch die Dörfer“.


