Reportage
Rot-Rot-Grün ohne Mehrheit, Merkel wieder vor Schulz
Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest Dimap würden derzeit mehr Bürger Angela Merkel wählen als ihren Herausforderer Martin Schulz. Mit 46 Prozent ist Rot-Rot-Grün deutlich von einer Mehrheit entfernt.

Wenn der Regierungschef in Deutschland direkt gewählt würde, dann gäben derzeit 46 Prozent der Wähler ihre Stimme der amtierenden Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das ist ein deutlicher Zugewinn. Denn im März hätten sich nur 36 Prozent für die CDU-Chefin entschieden.
In der Direktwahl-Frage hat Angela Merkel damit wieder ihren Herausforderer Martin Schulz überholt. Der SPD-Chef kommt aktuell nur noch auf 40 Prozent. Im März waren es noch 45 Prozent.
Dies zeigen Zahlen von Infratest Dimap. Für den Deutschlandtrend im Auftrag der Welt hat das Umfrageinstitut am 10. und 11. April rund 1.000 wahlberechtigte Bürger befragt. Für die Sonntagsfrage befragte das Institut vom 10. bis 12. April mehr als 1.500 Personen.
Und auch hier liegen die Unionsparteien nun wieder vor den Sozialdemokraten. Rot-Rot-Grün ist mit 46 Prozent deutlich von einer Mehrheit entfernt. Wäre am Ostersonntag Bundestagswahl, so wären CDU und CSU die stärkste politische Kraft. Noch im März lagen Union und SPD gleichauf.
- CDU/CSU 34 Prozent (+2 gegenüber vor drei Wochen)
- SPD 31 Prozent (-1)
- AfD 11 Prozent (0)
- Die Linke 7 Prozent (0)
- Grüne 8 Prozent (0)
- FDP 6 Prozent (-1)
- Sonstige 3 Prozent (-1)
Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013 hatte die Union 41,5 Prozent der Wählerstimmen erhalten, die SPD erhielt 25,7 Prozent, die Linke 8,6 Prozent und die Grünen 8,4 Prozent. Die AfD und die FDP scheiterten damals knapp an der Fünf-Prozent-Hürde.


