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Im Irak wird radioaktives Material vermisst

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Im Irak wird radioaktives Material vermisst
Im Irak wird radioaktives Material vermisst

Im Irak wird bereits seit November hoch gefährliches radioaktives Material vermisst. Die Substanz ist offenbar in der südirakischen Stadt Basra aus dem Lager einer US-Ölfirma entwendet worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Behörden fürchten, dass das Material dem Islamischen Staat in die Hände fällt.

Die Substanz dient eigentlich dazu, Materialien, die für Öl- und Gasleitungen verwendet werden, mit Gammastrahlen auf Lecks oder Schäden zu überprüfen. Die US-Firma weist jegliche Verantwortung für den Zwischenfall zurück. Reuters zufolge befand sich die Substanz damals in Besitz einer türkischen Firma.

Ein Sprecher des irakischen Umweltministeriums sagte zu Reuters, dass er sich zu dem Zwischenfall nicht äußern könne. Neben den irakischen Behörden weiß offenbar auch das US-Außenministerium schon länger vom Verschwinden der Substanz.

Radioaktives Material gestohlen oder „verlegt“

Ein US-Regierungsbeamter sagte zu Reuters, dass der Irak der internationalen Atomenergiebehörde bereits im November den Verlust einer Kamera gemeldet habe, die hoch-radioaktives Iridium 192 enthielt. „Sie suchen seither danach. Ob es verlegt oder tatsächlich gestohlen wurde, ist unklar.“

Wie gefährlich Kontakt mit dem Material ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren wie dessen Stärke und Alter ab. Laut einem Dokument des irakischen birgt das Material eine große Gefahr für den Körper und die Umwelt und stelle eine nationale Bedrohung der Sicherheit dar.

Die irakischen Behörden sind besorgt, dass das Material dem Islamischen Staat in die Hände fallen könnte. Die islamistische Terrormiliz, die auch in Europa schon mehrere Anschläge verübt hat, könnte damit schmutzige Bomben bauen.

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