Reportage
Ex-Außenminister Guido Westerwelle (54) ist tot

Ex-Außenminister Guido Westerwelle ist nach Angaben der Westerwelle-Stiftung am heutigen Freitag in der Kölner Universitätsklinik an den Folgen seiner Leukämiebehandlung verstorben.
Der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle ist tot. Am Freitag starb der frühere FDP-Vorsitzende im Alter von 54 Jahren an den Folgen seiner Leukämie-Erkrankung. Dies hat die Westerwelle Foundation in Berlin mitgeteilt. Auf der Internetseite der Stiftung hieß es:
„Wir haben gekämpft. Wir hatten das Ziel vor Augen. Wir sind dankbar für eine unglaublich tolle gemeinsame Zeit. Die Liebe bleibt. Guido Westerwelle und Michael Mronz, Köln, den 18. März 2016.“
Bereits im Juni 2014 war die Blutkrebserkrankung des früheren Außenministers bekannt geworden. Westerwelle zog sich in der Folge weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und machte eine Chemotherapie. Er erhielt eine Knochenmarktransplantation.
Im Herbst letzten Jahres suchte Guido Westerwelle dann für kurze Zeit noch einmal die Öffentlichkeit. So stellte er etwa in Berlin sein Buch „Zwischen zwei Leben“ vor. Zudem trat er zweimal im Fernsehen auf.
Seit November lag Westerwelle wieder in der Kölner Universitätsklinik. Er musste andere Medikamente nehmen, um die Abstoßungsprobleme des Körpers nach der Knochenmarktransplantation unter Kontrolle zu bekommen. Er litt an Akuter Myeloischer Leukämie (AML), einer bösartigen Erkrankung des blutbildenden Systems.
Bereits seit den Achtzigerjahren gehörte Westerwelle zu den prägenden Figuren der bundesdeutschen Politik. Von 2001 bis 2011 war er FDP-Chef. Zwischen 2009 und 2013 war er Bundesaußenminister. Bis 2011 war er in der schwarz-gelben Koalition zudem Vizekanzler.


