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Griechenland bietet Grenzschließung gegen Geld

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Griechenland bietet den Deutschen eine Grenzschließung gegen Geld an
Präsident Prokopis Pavlopoulos bietet den Deutschen eine Grenzschließung gegen Geld an. (Screenshot: Ruptly TV)
Griechenland bietet den Deutschen eine Grenzschließung gegen Geld an
Präsident Prokopis Pavlopoulos bietet den Deutschen eine Grenzschließung gegen Geld an. (Screenshot: Ruptly TV)

Seit Montag ist der neue griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos (65) in Deutschland, um eine Grenzschließung gegen Geld anzubieten. Offiziell ist seine Reise nach Berlin sein Antrittsbesuch bei Bundespräsident Joachim Gauck (75) und bei Kanzlerin Angela Merkel (61). Doch in Wirklichkeit kommt der Grieche zum Betteln und zum Erpressen, so formuliert es die BILD.

Der entscheidende Trumpf der Griechen besteht darin, dass ihr Land im Zusammenhang mit der Zuwanderung nach Europa eine Schlüsselrolle spielt. Der von den Griechen vorgeschlagene Deal ist einfach: Griechenland schickt weniger Zuwanderer nach Deutschland weiter und erhält dafür mehr Geld. Präsident Prokopis Pavlopoulos hat beides in Berlin selbst gesagt.

Grenzschließung gegen Geld

Einerseits hat er in Berlin bei Angela Merkel und in Frankfurt bei EZB-Chef Mario Draghi (68) dafür geworben, dass die Europäische Zentralbank griechische Staatsanleihen wieder als Garantie für Kreditgeschäfte akzeptiert. Diese sind derzeit als „Ramsch“ eingestuft, woran Bundesregierung und Bundesbank festhalten wollen.

Griechenland hat sich extrem verschuldet. Allein bis Mitte Mai muss es 1 Milliarde Euro an den IWF zurückzahlen. Im Sommer sind 2,5 Milliarden Euro für EZB fällig. Beide Summen kann das Land nicht aufbringen. Würde die EZB griechische Anleihen aufwerten, so käme Griechenland wieder unkompliziert an frisches Geld.

Andererseits würde Athen im Gegenzug akzeptieren, dass eine Sondermission der europäischen Grenzschutz-Agentur Frontex an den Grenzen zur Türkei und zu Mazedonien gebildet wird und dass mehr Flüchtlingslager in Griechenland entstehen.

Der Merkel-Vertraute und Europa-Abgeordnete Elmar Brok (69, CDU) warnte vor derartigen Tauschgeschäften einer Grenzschließung gegen Geld. „Diese Erpressung darf nicht zum Erfolg führen!“, sagte er. Es gebe genügend Angebote zur Hilfe an den griechischen Grenzen. Doch Athen nehme die Angebote „auch aus taktischen Gründen“ nicht an.

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Thomas Breithaupt

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