Reportage
Gemeinsame Inhalte verbinden AfD und FPÖ

Aus dem europaweiten Erstarken rechter Parteien wie AfD und FPÖ ergeben sich neue Chancen der Zusammenarbeit. So kooperiert etwa die österreichische FPÖ mit der deutschen AfD. In der vergangenen Woche sprach der Chef der österreichischen FPÖ Heinz Christian Strache in Düsseldorf bei der von der AfD veranstalteten Konferenz „Visionen für Europa“.
Der bayrische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron sagte, dass die Zusammenarbeit zwischen AfD und FPÖ aus geografischen Gründen ihren Schwerpunkt zunächst in der bayrisch-österreichischen Grenzregion im Raum Salzburg und Passau haben werde. AfD-Mitglieder können zu Veranstaltungen Redner aus den Reihen der FPÖ einladen und umgekehrt.
AfD und FPÖ kritisieren den Euro und die EU
Doch es geht um mehr als nur um eine regionale Kooperation. Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry sagte kürzlich im Interview mit der Neuen Freien Zeitung (NFZ).
„Die AfD ist eine Partei, die aus der zunehmenden Kritik am Euro und der EU hervorgegangen ist. Dabei gibt es große inhaltliche Überschneidungen. Noch dazu sind wir freiheitliche Parteien aus zwei Ländern, die kulturell und traditionell miteinander verbunden sind.“
FPÖ-Chef Heinz Christian Strache hat die Gelegenheit ergriffen, freundschaftliche Bande zur AfD zu knüpfen. Offenbar wurden sich beide Seiten schnell einig. „Die Summe der Gemeinsamkeiten ist groß, vor allem zu liberalen Positionen, mit Erhalt der bürgerlichen Freiheitsrechte und rechtsstaatlicher Positionen auch im Interesse der jeweiligen Länder.“
Die bayerische AfD will außerdem den Kontakt zu „wirtschaftsliberalen und wertkonservativen Parteien“ in der Schweiz und Tschechien suchen.


