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Reportage

CDU-Mann „versehentlich“ von Facebook gesperrt

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Facebook sperrte „versehentlich“ den jungen CDU-Mann Felix Leidecker. (Foto: Facebook)
Facebook sperrte „versehentlich“ den jungen CDU-Mann Felix Leidecker. (Foto: Facebook)

Facebook hat sich dafür entschuldigt, „versehentlich“ den Chef der Jungen Union Mainz, Felix Leidecker gesperrt zu haben. Dieser hatte sich gegen Antisemitismus in der Gruppe „Freiheit für Palästina“ engagiert.

Facebook sperrte „versehentlich“ den jungen CDU-Mann Felix Leidecker. (Foto: Facebook)
Facebook sperrte „versehentlich“ den jungen CDU-Mann Felix Leidecker. (Foto: Facebook)

Facebook hatte den Chef der Jungen Union Mainz, Felix Leidecker, vorübergehend gesperrt. Grund für die Sperrung war dessen Engagement gegen antisemitische Hetzkommentare in der Facebook-Gruppe „Freiheit für Palästina“.

In der Gruppe wurde unter anderem dazu aufgefordert, „Judensöhne auszurotten“ und „in die Gaskammer“ zu stecken. Anfang letzter Woche meldete Felix Leidecker diese offensichtlich antisemitischen Äußerungen an die Facebook-Regelwächter.

Doch Facebook antwortete, dass die Facebook-Gruppe „Freiheit für Palästina“ nicht gegen „Gemeinschaftsstandards“ verstoße. Statt der Antisemiten wurde nun der Chef der Jungen Union Mainz selbst gesperrt.

„Facebook hat mich für mein Engagement gegen Antisemitismus 30 Tage gesperrt. Antisemitische Volksverhetzungen dürfen aber bleiben. Skandalös!“, sagte Leidecker am Samstag bei Twitter.

BILD rettet Felix Leidecker

Erst nachdem BILD über den Fall berichtet hatte und den Geschädigten zu Wort hatte kommen lassen, wurde Felix Leidecker wieder entsperrt. Es habe sich um einen „Irrtum“ und „Fehler“ gehandelt, so das soziale Netzwerk.

In einer persönliche Entschuldigungs-E-Mail von Facebook heißt es: „Ein Mitarbeiter unseres Teams hat versehentlich einen Beitrag von dir auf Facebook entfernt.“ Dadurch kam es offenbar auch zu der 30-Tage-Sperre.

Am Sonntag sagte eine Facebook-Sprecherin zu BILD, dass Leidecker von verschiedenen Facebook-Nutzern gemeldet worden sei. Daraufhin habe das „Community Operations-Team“ den CDU-Mann versehentlich gesperrt.

„Facebooks Sperr-Mechanismus funktioniert“, sagt Leidecker. Er wünsche sich aber, dass der Mechanismus auch bei Antisemitismus so gut funktionierte. In der Facebook-Gruppe „Freiheit für Palästina“ werde weiter „unverhohlen und öffentlich zu schlimmsten Straftaten aufgerufen“.

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