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Evangelische Kirche baut Asylheime auf alte Friedhöfe

Von Thomas Breithaupt · · 1 Min. Lesezeit

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Auf einem Friedhof in Berlin Kreuzberg (Foto: Dieter Titz)

Die Evangelische Kirche will dem Land Berlin rund 50.000 Quadratmeter nicht mehr benötigte Friedhofsflächen zur Verfügung stellen. Dort sollen Wohneinheiten für Asylanten in Leichtbauweise errichtet werden, sagte der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz Markus Dröge.

Zudem plant der Evangelische Friedhofsverband in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg laut Tagesspiegel den Bau von zwei Asylheimen in Holzbauweise mit insgesamt rund 270 Plätzen, die von den dortigen diakonischen Werken betrieben werden sollen.

Bereits im März hatte Jürgen Quandt, Geschäftsführer des Evangelischen Friedhofverbands, eine Reihe von Standorten auf stillgelegten oder nicht mehr bewirtschafteten Friedhofsflächen ausgewiesen, die mit Asylheimen bebaut werden könnten.

Änderung des Baugesetzbuches

Wegen der extremen Migrationswelle nach Deutschland hat der deutsche Gesetzgeber im November eine Änderung des Baugesetzbuches (Paragraf 35 BauGB) beschlossen. Die Bauzulassung für Asylheime im Außenbereich von Friedhöfen soll künftig erleichtert werden.

Laut Friedhofsentwicklungsplan hat Berlin viel zu viele Friedhofsflächen. Knapp die Hälfte der evangelischen Friedhöfe sei entbehrlich. Nach Auslaufen der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten können die Friedhofsflächen neu genutzt werden. Ein Teil ist bereits heute verfügbar.

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Thomas Breithaupt

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