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Erdogan will beim Sturm auf Mossul mitmachen

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Irak Peschmerga Erdogan Mossul
Irakische Truppen haben mit kurdischer Unterstützung den Sturm auf Mossul eingeleitet. Doch der türkische Präsident Erdogan will auch mitmachen. (Screenshot: YouTube)

Irakische Truppen und kurdische Peschmerga-Kämpfer haben die Großoffensive auf Mossul gestartet, die letzte Hochburg des Islamischen Staats im Irak. Doch nun besteht der türkische Präsident Erdogan darauf mitzukämpfen.

Irak Peschmerga Erdogan Mossul
Irakische Truppen haben mit kurdischer Unterstützung den Sturm auf Mossul eingeleitet. Doch der türkische Präsident Erdogan will auch mitmachen. (Screenshot: YouTube)

In der Nacht zu Montag hat die irakische Armee mit Unterstützung der kurdischen Peschmerga eine Offensive auf Mossul begonnen. Die Millionenstadt nahe der Grenze zur Türkei ist die letzte Hochburg des Islamischen Staats im Irak. Doch nun besteht Recep Tayyip Erdogan auf einer Teilnahme türkischer Truppen an der Offensive.

„Wir werden bei der Operation dabei sein, wir werden am Tisch sitzen, es ist nicht möglich, dass wir außen vor bleiben“, zitiert ihn die FAZ. Auf dem internationalen Juristenkongress am Montag in Istanbul warnte der türkische Präsident zudem: „Wir sind nicht verantwortlich für mögliche Konsequenzen einer Operation, an der die Türkei nicht teilnimmt.“

Deutschland unterstützt die Peschmerga

Die kurdischen Peschmerga-Kämpfer werden unter anderem von der Bundeswehr ausgebildet. Zudem hat die Bundesregierung ihnen Waffen geliefert, darunter Panzerabwehrraketen vom Typ „Milan“, Panzerfäuste sowie mehr als 20.000 Sturmgewehre und Munition.

Die Peschmerga-Kämpfer sagten am Montagmorgen, dass sie sieben Dörfer rund 40 Kilometer östlich der Stadt eingenommen haben und weiter auf die IS-Hochburg Mossul vorrücken. Laut kurdischem Generalkommando beteiligen sich rund 4.000 Peschmerga an dem Angriff auf Mossul.

Peschmerga Bundeswehr
Die Bundeswehr bildet die Peschmerga-Kämpfer aus und unterstützt sie mit Waffen. Peschmerga heißt „die dem Tod ins Auge sehen“. (Screenshot: YouTube)

Erdogan will türkische Truppen im Irak belassen

Iraks Premier Haidar al-Abadi sagte in einer Fernsehansprache, 2016 werde das Jahr sein, in dem der Islamische Staat besiegt werde. Er forderte die Bürger der sunnitisch geprägten Millionenstadt Mossul dazu auf, mit den irakischen Streitkräften zu kooperieren. Bei seinem Einmarsch in Mossul im Juni 2014 hatte der IS Rückhalt unter der Bevölkerung gefunden.

Von Mossul aus überrannte der IS damals weite Teile des Iraks. Allerdings hat er inzwischen viele dieser Gebiete wieder verloren. Nur im Nachbarland Syrien beherrscht die sunnitische Terrormiliz weiterhin große Landstriche. Doch auch dort steht der IS unter Druck.

Die Türkei ist gegen den Willen der irakischen Regierung in das Land einmarschiert und hat in Baschika nahe Mossul Soldaten stationiert, die dort die Peschmerga und sunnitische Milizen ausbilden. Der Irak fordert weiterhin den Abzug der türkischen Soldaten. Doch Erdogan sagte am Montag: „Niemand soll von uns erwarten, dass wir Baschika verlassen.“

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