Reportage
Berliner Sozialsenatorin fordert 12 Euro Mindestlohn
Berlins linke Sozialsenatorin Elke Breitenbach fordert eine schrittweise Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde. Sie wies den Einwand zurück, dass ein höherer Mindestlohn zu mehr Arbeitslosigkeit führt.

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach hat sich bei einer Diskussion am Donnerstagabend in Berlin für eine schrittweise Anhebung des Mindestlohns von derzeit 8,84 Euro auf 12 Euro pro Stunde ausgesprochen.
Arbeitnehmer müssten ihr Leben durch ihr Einkommen eigenständig finanzieren können, zitiert die B.Z. die Linken-Politikerin. Die Anhebung des Mindestlohns sei auch deshalb notwendig, um eine „armutsfeste Rente“ zu ermöglichen.
Die Sozialsenatorin wies den Einwand zurück, dass ein höherer Mindestlohn zu mehr Arbeitslosigkeit führt. Dies sei auch vor Einführung des heutigen Niveaus von 8,84 Euro behauptet worden und habe sich nicht bewahrheitet.
Eigentlich könne man den Mindestlohn sogar auf 100 Euro pro Stunde anheben. Die Arbeitslosigkeit würde sich auch dann nicht erhöhen. Denn jeder Arbeitnehmer sei beliebig viel Geld wert. Man müsse das nur per Gesetz einfordern und schon sei das Geld da.
Elke Breitenbach äußerte diese Gedanken am Donnerstagabend in der Suppenküche der Franziskaner in Berlin-Pankow bei einer Veranstaltung der Caritas zum Thema „Boomt die Armut in Berlin und Deutschland?“


