Reportage
Düsseldorf: Mann mit Axt hatte psychische Probleme
Ein Mann mit Axt hat in Düsseldorf fünf Menschen verletzt. Nach dem Angriff lief er über die Gleise, sprang von einer Brücke und verletzte sich schwer. Der Hintergrund der Attacke blieb zunächst offen.

UPDATE: Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen handelt es sich um einen 36 Jahre alten Asylbewerber aus dem Kosovo, der in Wuppertal wohnhaft ist. Nach Angaben der Polizei hat die Attacke keinen terroristischen Hintergrund. Der Mann soll psychische Probleme gehabt haben. ENDE UPDATE.
Am Donnerstagabend hat ein Mann mit Axt im Düsseldorfer Hauptbahnhof fünf Menschen verletzt. Mehrere Verdächtige wurden festgenommen. Es wird aber noch überprüft, ob sie mit dem Axt-Angriff in Verbindung stehen.
Der Hauptbahnhof der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen wurde gesperrt. Schwer bewaffneten Spezialkräften der Polizei rückten an. Verletzte wurden aus dem Bahnhof getragen. Über dem Gebäude in der Innenstadt kreiste ein Hubschrauber.
Einer der Festgenommenen verletzte sich bei einem Fluchtversuch schwer, zitiert die FAZ Angaben der Polizei. Er sei nach der Attacke auf dem Hauptbahnhof über die Gleise gelaufen und dann von einer Brücke mehrere Meter hinab auf eine Straße gesprungen.
Nur dieser noch nicht identifizierte Mann sei klar tatverdächtig. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und war zunächst nicht ansprechbar, sagte ein Polizeisprecher am Einsatzort. Bei zwei weiteren Festgenommenen werde überprüft, ob sie etwas mit dem Angriff zu tun haben.
Der Angreifer mit der Axt begann seine Attacke in einem Wagen der S-Bahn-Linie 28. Dort hat er laut Polizeisprecher auf Reisende eingeschlagen. Im Düsseldorfer Bahnhofsgebäude habe er dann weitere Menschen angegriffen. Der Hintergrund der Attacke blieb zunächst offen.


