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Bundesregierung will Migranten auf dem Land ansiedeln

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Christian Schmidt Migrantenkinder
Nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wird die Integration auch auf dem Land gelingen. (Foto: flickr/Metropolico.org)

Die Bundesregierung will Flüchtlinge in ländlichen Regionen ansiedeln. Die zahlreichen Migrantenkinder sollen dort verhindern, dass Grundschulen schließen müssen.

Christian Schmidt Migrantenkinder
Nach Ansicht von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) wird die Integration der Migranten auch auf dem Land gelingen. (Foto: flickr/Metropolico.org)

Die Bundesregierung arbeitet an Plänen, auf welche kleinen Städte und ländlichen Regionen die neuen Migranten künftig verteilt werden sollen. „Vor allem zielen wir zunächst auf den mittleren Bereich, mittlere Städte“, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) der FAZ. Entsprechende Pläne wolle er mit den Bundesländern besprechen und beschließen.

Migrantenkinder sollen Grundschulen retten

Der CSU-Minister will die Flüchtlinge auch in strukturschwachen Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit ansiedeln. Dort stehe günstiger Wohnraum zur Verfügung. Und vor dem Hintergrund der hohen Geburtenquoten bei Migranten könnten die Migrantenkinder die Grundschulen auf dem Land vor der Schließung bewahren.

Christian Schmidt sieht gute Chancen, dass viele der Migranten dann auch langfristig in diesen Regionen wohnen blieben. Auch die Spätaussiedler habe man in den Neunziger Jahren in ländlichen Regionen angesiedelt. Und nach dem Wegfall des Wohnortzwangs seien sie dann oftmals dort geblieben.

Die Ansiedlung der Migranten in Deutschland betrachtet der Landwirtschaftsminister als eine „gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, bei der man keinen „Bogen um den ländlichen Raum schlagen“ darf.

Im Zuge der beschlossenen Residenzpflicht im Asylverfahren denkt Christian Schmidt vor allem an mittelgroße Städte wie Fulda in Osthessen. Für solche Städte und auch für den ländlichen Raum biete die Ansiedlung von Migranten eine Chance.

Migranten-Ansiedlung auch in Sachsen-Anhalt

Der Landwirtschaftsminister will keine Ausnahmen machen für Gegenden in Sachsen-Anhalt, wo die AfD bei den vergangenen Landtagswahlen mehr als 25 Prozent der Wählerstimmen erhielt. Die Integration werde auch dort gelingen. „Sachsen-Anhalt ist ja nun kein Land, das von Flüchtlingen überschwemmt worden ist“, sagt Christian Schmidt.

In der Landwirtschaft können die Migranten nach Ansicht des CSU-Politikers nicht arbeiten. Denn seit Jahrzehnten arbeiteten spezialisierte Gastarbeiter als Erntehelfer, etwa für Spargel und Erdbeeren. Die neuen Migranten könnten da nicht mithalten.

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Thomas Breithaupt

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