Reportage
Christen in Deutschland in Panik vor Muslimen
Laut einer Studie sind tausende christliche Flüchtlinge in Deutschland muslimischer Gewalt ausgesetzt: Körperverletzungen, Vergewaltigungen, Todesdrohungen. In den Asylheimen herrsche eine Klima der Angst und Panik.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der evangelische Berliner Pfarrer Gottfried Martens Alarm geschlagen. Denn in den Berliner Asylheimen wurden Christen massiv von muslimischen Migranten und von muslimischen Sicherheitsleuten geschlagen, getreten, mit Messern verletzt und sogar mit dem Tod bedroht. Pfarrer Gottfried Martens sagte damals:
„Christen müssen sich in den Heimen verstecken. Diese Menschen sind wegen ihres Glaubens geflohen. Hier sind sie aber genauso gefährdet. Wir haben in den deutschen Unterkünften iranische Verhältnisse.“
Klima der Angst und Panik in deutschen Asylheimen
An der gefährlichen Lage der christlichen Flüchtlinge hat sich offenbar nichts geändert. Laut einem Bericht der FAZ hält die muslimische Gewalt gegen Christen und Angehörige anderer religiöser Minderheiten in deutschen Asylheimen hält an.
Markus Rode vom internationalen Hilfswerk für verfolgte Christen „Open Doors“ spricht von einem Klima der „Angst und Panik“ und forderte die Politik endlich zum Handeln auf. Am Montag stellte er eine Studie vor, worin 231 Übergriffe auf christliche Flüchtlinge in Deutschland dokumentiert werden.
Die Fälle reichen von Diskriminierung über Körperverletzung bis hin zu sexuellen Übergriffen und Todesdrohungen. Dies sei nur „die Spitze des Eisbergs“, sagt Markus Rode.
Beleidigungen, Körperverletzung, Todesdrohungen
Der Iraner Ramin F. berichtete auf der Pressekonferenz am Montag von Provokationen, Schikanen und Todesdrohungen in einer Brandenburger Unterkunft. Der syrische Flüchtling Fadi S. war „schockiert“, dass er vor den Islamisten geflohen sei und nun im Asylheim wieder auf sie treffe.
Die meisten der 231 befragten Flüchtlinge kamen aus dem Irak, Afghanistan und Syrien. 199 von ihnen sind Konvertiten. 204 sagen, dass sie von anderen Flüchtlingen aus religiösen Gründen angegriffen wurden. Rund die Hälfte berichtet über Verfolgung durch das Wachpersonal, in Berlin sogar zwei Drittel.
Drei Viertel der Befragten berichten von mehrfachen Übergriffen. So gaben 96 Flüchtlinge an, dass sie beleidigt wurden, 86 berichteten von Körperverletzungen, und 73 Flüchtlinge berichteten von Todesdrohungen gegen sich oder ihre Familien.
Pfarrer: Muslimische Übergriffe sind keine Einzelfälle
Volker Baumann von der Aktion für verfolgte Christen und Notleidende (AVC) geht davon aus, dass in Deutschland bis zu 40.000 Flüchtlinge aufgrund ihrer religiösen Überzeugung drangsaliert werden. Nach Einschätzung der Organisationen ist der deutsche Rechtsstaat überfordert.
Die allermeisten christlichen Flüchtlinge verzichten auf eine Anzeige, um ihre Situation nicht noch zu verschlimmern, sagt der Berliner Pfarrer Gottfried Martens von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK). Er engagiert sich schon lange in der Flüchtlingshilfe und ist „fassungslos, dass man weiter am Paradigma des Einzelfalles festhält“.


