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Reportage

Angriffe auf Christen nehmen weltweit zu

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Angriffe auf Christen nehmen weltweit zu
Gräber ermordeter Christen in Syrien (Screenshot: Open Doors Deutschland)
Angriffe auf Christen nehmen weltweit zu
Gräber ermordeter Christen in Syrien (Screenshot: Open Doors Deutschland)

Im Jahr 2015 wurden weltweit 2.406 christliche Kirchen angegriffen und 7.100 Christen wegen ihres Glaubens ermordet, berichtet das Netzwerk Open Doors in seinem Weltverfolgungsindex, worin es erneut Angriffe auf Christen in 50 Staaten der Welt dokumentiert hat.

Die Zahlen zeigen, dass sich die Angriffe auf Christen im letzten Jahr verdoppelt haben. Noch im Jahr 2014 hatte die Zahl der weltweit ermordeten Christen bei 4.344 gelegen und die Zahl der Angriffe auf Kirchen bei 1.062. Die größten Gefahren für Christen sind der Kommunismus und der Islam.

„Der Islamische Staat hat seinen Einfluss ausgeweitet, die islamistischen Gruppierungen sind näher zusammengerückt und haben weitreichende Netzwerke gebildet – das hat die Gewalt zunehmen lassen“, zitiert der Spiegel den Leiter von Open Doors Deutschland, Markus Rode.

Der Terror sei inzwischen auch im überwiegend christlichen Kenia und im sunnitischen Libyen angekommen. Im April 2015 hatten Angehörige der islamischen Schabab-Miliz in einer Universität in Kenia gezielt 147 christliche Studenten getötet.

Größter Christenverfolger ist Nordkorea

Doch trotz des Aufstiegs des muslimischen Terrors steht erneut Nordkorea an der Spitze der Liste der christenfeindlichsten Länder. Dessen Diktator Kim Jong Un lässt Christen systematisch verfolgen, inhaftieren und in Arbeitslagern zu Tode foltern oder verhungern.

  1. Nordkorea
  2. Irak
  3. Eritrea
  4. Afghanistan
  5. Syrien
  6. Pakistan
  7. Somalia
  8. Sudan
  9. Iran
  10. Libyen

Das nordostafrikanische Eritrea stieg von Rang 9 auf Rang 3. Der dort seit 1993 regierende Präsident Isaias Afewerki behandelt Christen als „Agenten des Westens“ und als eine konkrete Gefahr für den Staat, sagt Markus Rode. Bis zu 1000 Christen sollen dort in Kellern und Schiffscontainern festgehalten werden ohne Anklage und ohne Aussicht auf ein Verfahren.

Ein Bericht des Uno-Menschenrechtsrats warf dem Land im Juni 2015 willkürliche Hinrichtungen und systematische Folter vor. Die Hälfte der Bevölkerung in Eritrea ist muslimisch. Die Regierung unterstützt islamistische Terrornetzwerke wie die Schabab-Miliz mit Waffen.

Imame bringen den Mob auf die Straße

Pakistan belegt Platz 6 auf der Liste der christenfeindlichsten Länder. Das pakistanische Strafrecht sieht die Todesstrafe für Blasphemie vor. Dies sehen Muslime im Land verstärkt als Freibrief, auf eigene Faust gegen religiöse Minderheiten vorzugehen. Human Rights Watch zählt mindestens 60 Todesopfer durch Gewalt seit 1990.

„Wir beobachten, dass es Imamen gelingt, innerhalb kürzester Zeit einen Mob von Tausenden Menschen zu aktivieren und auf die Straße zu bringen“, sagt Markus Rode. Immer öfter käme es dabei zu Lynchjustiz gegen Christen und zu Terroranschlägen auf Kirchen oder auf christliche Wohngebiete.

So starben in der Millionenmetropole Lahore bei einem Brandanschlag auf zwei Kirchen im März 2015 mindestens 25 Menschen. Und nur wenige Monate zuvor hatte hier eine Gruppe von Muslimen ein christliches Paar getötet, das angeblich den Koran geschändet hatte.

Angriffe auf Christen in Deutschland

In Deutschland können Christen im internationalen Vergleich noch sehr sicher leben. Eine Ausnahme sind jene Christen, die als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind. Denn in Asylheimen werden sie immer wieder von muslimischen Asylbewerbern angegriffen. Manchmal werden die Christen sogar von muslimischen Wachschutz-Leuten angegriffen.

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