Reportage
Lucke-Partei darf nicht mehr ALFA heißen
Die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ darf sich künftig nicht mehr ALFA nennen. Daher muss sich die neue Partei des früheren AfD-Chefs Bernd Lucke nun einen neuen Namen überlegen.

Die neue Partei des AfD-Gründers Bernd Lucke darf sich künftig nicht mehr ALFA nennen. Der Parteivorstand hat angekündigt, dass die „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ sich von ihrer Kurzbezeichnung trennen wird. Auf einem Parteitag werde man wahrscheinlich in Kürze über einen neuen Namen beraten.
Grund für die nötige Namensänderung ist ein verlorener Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht München um die Abkürzung ALFA. In dem langwierigen Namensstreit konnte sich der Verein „Aktion Lebensrecht für Alle“ durchsetzen, der sich ebenfalls mit „Alfa“ abkürzt.
Partei von Bernd Lucke sieht Chance in der Niederlage
Aus dem Zwang zur Namensänderung ergebe sich auch eine Chance, zitiert das Handelsblatt den Generalsekretär der Lucke-Partei Jürgen Joost. So könne man mit einem neuen Parteinamen gleichzeitig eine politische Positionierung verbinden, die aus dem bestehenden Namen nicht unbedingt abzuleiten sei.
AfD-Gründer Bernd Lucke und andere ehemalige AfD-Mitglieder hatten die Allianz für Fortschritt und Aufbruch im Sommer. Zuvor hatte Lucke in einer Kampfabstimmung gegen die heutige AfD-Chefin Frauke Petry verloren und die Partei daraufhin verlassen. Luckes Ansichten zur aktuellen politischen Lage finden sich in dieser kurzweiligen Rede vom 10. September.


